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Neue Gewässerrekorde
Neue Speedrekorde auf der Ostsee

Am 28. Mai, dem letzten und windigsten Tag des Surffestivals auf Fehmarn, bei dem die Aussteller ihr Material in Sicherheit bringen mussten und sogar Speed-Amateure es auf Geschwindigkeiten über 60km/h brachten, fuhren die Speed-Profis im nur 10 km entfernten Großenbrode neue Rekorde.

Radiodurchsage: Die Fehmarnsundbrücke ist wegen des starken Windes gesperrt! Über 2 Stunden lang ging nichts mehr. Über solche Durchsagen freuen sich natürlich die Windsurfer und ganz besonders die Speedsurfer!

Zum fünften Mal in den letzten 2 Jahren trafen sich die Speeder in Großenbrode an der Kaimauer, um die schnellste in deutschen Gewässern gefahrene Geschwindigkeit von Jochen Krauth aus dem Jahre 1991 zu überbieten. Manfred Fuchs, Thomas Malassa, Thorsten Mallon, Thorsten Luig, Ingo Benneweg und Thomas Döblin waren mit von der Partie.

Messung per GPS
Der Blick auf die Speedstrecke war gigantisch... Chop so winzig wie auf Omas altem Waschbrett und dass bei 6-8 Windstärken, gepaart mit Sonnenschein und türkisfarbenem Wasser wie in der Karibik. Solche Bedingungen sieht man zwar nicht selten in Großenbrode, aber auch andere wichtige Faktoren wie Wasserstand und Windrichtung sind sehr entscheidend für Bestzeiten.

Nach den ersten Testfahrten wurde schnell klar, dass der Wind zu sehr halbwinds einfällt und die 6,8er Segel viel zu groß wahren. Nach dem Umriggen schnellten die Werte der GPS Geräte hoch und zeigten bei Ingo Benneweg (North/T1) und Thomas Döblin (Gun/-) die schnellsten, identischen Top Speed Werte von 76,8 km/h an. Beide Speedjunkies waren durch ihre Größe und Gewicht unter diesen Bedingungen klar im Vorteil, da konnte der führende der aktuellen DWSV Speedrangliste Torsten Mallon (North/F2) mit 73,4 km/h nichts entgegen setzen.

Die aufgezeichneten GPS Daten der Fahrer wurden später noch vor Ort aus den Geräten gelesen und per spezieller Software genau ausgewertet. Ingo war im Topspeed nur 0,002 km/h schneller als Thomas, aber viel wichtiger war die Durchschnittsgeschwindigkeit auf der 500m langen Strecke: Mit 69,941 km/h war die gemessene Zeit bei Thomas Döblin genau 1,451 km/h schneller als die Zeit von Jochen Krauth. Das bedeutete neue Bestzeit!

Speed-Software
Der zweitschnellste Durchschnitt war 68,165 km/h und kam von Ingo Benneweg. Aber auch er durfte sich freuen, denn er setzte an diesem Tag eine neue Bestzeit von 72,385 km/h auf der 250m Kurzstrecke. Somit geht Großenbrode, nach dem Katinger Watt, als schnellster deutscher Speedspot in die Geschichte ein, und alle sind sich sicher, bei raumeren Wind werden hier die 80 km/h geknackt!

Aber jetzt heißt es zunächst auf den nächsten Sturm aus West zu warten, denn dann wird es wieder spannend werden. Bis dahin will Serienboard Vizeweltmeister Thomas Döblin endlich seine 5 Jahren alten F2 Thommen Serien Boards gegen aktuelle Boards ausgetauscht haben, Ingo Benneweg wird nach seiner langen Pause immer schneller und der nach eine Verletzung ausgefallene amtierende Deutsche Meister Manfred Krückeberg wird auch wieder mit von der Partie sein!

Infos und Videos über diesen und weitere Versuche gibt es unter: www.speedsurfen.de

Auf dieser Website könnt ihr auch geeignete Reviere für Speedversuche - vor allen Dingen auch im Osten Deutschlands - vorschlagen. Voraussetzung sind wie immer flaches Wasser auf einer möglichst über 500 m langen Speedstrecke.

Die Speedstrecke bei Großenbrode
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