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PWA World Cup - Gran Canaria
PWA World Cup - Gran Canaria
PWA World Cup
Gran Canaria


Tag 1
Nervöse, aufgeregte, hochmotivierte und teilweise etwas übermotivierte Windsurf Pro's, Windstärken, die nicht nur den unzähligen Windgeneratoren alles abverlangen, sondern auch Körper und Geist extrem strapazieren können. Das ist das Bild, welches wir jedes Jahr aufs Neue bei unserer Anreise in Pozo Izquierdo zum PWA Worldcup präsentiert bekommen.

Normalerweise, denn in diesem Jahr prägten Fischer, die mit ihren immens langen Angelruten durch das Windsurf Dorf Pozo schlenderten, PWA Worldcupper mit Badetüchern auf dem Weg zum Sonnenbaden oder einige Jungs mit Stand Up Paddle Boards, die Szenerie. Der Kalima hatte auch Gran Canaria voll erwischt, heißes Wetter und null Wind waren die Folge.

Während einige der angereisten Worldcupper bereits nervös wurden, blieben die Local Heroes um Jonas Ceballos, Dario Ojeda und den Moreno Zwillingen ziemlich relaxed und versprachen uns eine windige Überraschung pünktlich zum Contest. Nur wenige Stunden vor der offiziellen Registrierung zum Contest, schaffte es der notwendige Nord Ost Wind tatsächlich den bis dahin vorherrschenden Südwind zu vertreiben und in kürzester Zeit wurde es voll auf dem Wasser.

Zur Action. Erst einen Tag nach der offiziellen Einschreibung ging es los und gleich mit der Königsdisziplin, dem Waveriding. Auch wenn die Bedingungen nicht mehr wirklich mit denen des Vortages zu vergleichen waren, liefen doch ausreichende Wellensets an Pozo´s Geröllküste.
PWA World Cup - Gran Canaria

In der ersten Runde gab es ersteinmal keine großen Überraschungen, die Favoriten kamen mit souveränen Heats weiter in Runde zwei, in welcher gleich mehrere Bignames des Waveridings zurück in die Zuschaurrolle geschickt wurden. Orjan Jensen, Tomas Traversa, John Skye, Antoine Albeau, Marcos Perez, Robby Swift und Peter Volwater gehörten dazu.

Die größte Überraschung kam allerdings vom erst 15 jährigen Phillip Köster. Nicht nur das er in seinem jungen Alter bereits alle Zuschauer mit einem unglaublichen Fahrstil in seinen Bann zieht, auch im Contest schlägt sich der in Vargas auf Gran Canaria lebende Deutsche schon mehr als erfolgreich.

(siehe auch unser Reisebericht über Vargas & die Kösters - Red.)

Nicht nur das er Regis Bouron und Levi Siver in seinen ersten beiden Heats ausschaltete, auf seinem Weg zum fünften Platz ließ er auch noch Alex Mussolini auf der Strecke. Wie er das anstellte: mit superschnellen und exakten Wellenritten im super easy Style und noch leichter wirkenden Sprüngen wie dem ersten perfekten Doppelloop des Contests, einhändigen Backloops, Table Top Forward Loops, tweaked Pushloops und einigen tweaked Pushloop into Forward Loops, welche er heute allerdings nicht sauber genug landen konnte.

So kam dann auch für ihn im Viertelfinale gegen den Gewinner des Pozo Events der letzten beiden Jahre, Victor Fernandez, das Aus. Unglücklich dürfte der 15jährige darüber aber sicherlich nicht sein.

 

Dass Fernandez auch zum dritten Mal in Folge den Pozo Worldcup gewinnen wollte, daran war nach seinen Vorstellungen bis zum Halbfinale nicht zu zweifeln. Im Halbfinale traf Fernandez dann auf einen wiedererstarkten und erneut innovativ auftretenden Ricardo Campello, das Duell der beiden Sprung Giganten.

Die anderen beiden Plätze belegten Nik Baker und als kleine Sensation, auf jeden Fall für alle, die Dani Bruch vor diesem Contest noch nicht auf dem Wasser gesehen hatten. Der auf Teneriffa lebende Deutsche überzeugte durch extrem radikale Wellenritte und konnte somit sogar den amtierenden Weltmeister Kauli Seadi im Viertelfinale hinter sich lassen.

Los gings. Nach einem langen Wellenritt von Bruch, gekrönt mit einem Mega Wave 360er schien sein Duell mit Nik Baker schon fast entschieden, daher konnte man sich getrost dem Duell Fernandez vs. Campello zuwenden. Campello mit einem perfekten Doppelloop und seinem neuen ShoveIt Airspock legte gleich mächtig los.

Fernandez konterte mit tweaked Pushloops, einem Doppelloop und seinen unnachahmlichen Wellenritten mit riesigem Shaka in die Welle zum Abschluß. Campello hingegen wollten seine New School Wave Moves in diesem Heat nicht so recht gelingen. Fernandez zog ins Finale gegen Dani Bruch ein und Campello konnte im kleinen Finale gegen Nik Baker nochmals sein Können unter Beweis stellen. Mit besseren Wellenritten sicherte er sich den dritten Platz vor dem Engländer.

PWA World Cup - Gran Canaria
PWA World Cup - Gran Canaria
Das Finale hätte sicherlich einen besseren Schauplatz verdient gehabt. Bei immer weniger Welle hatten Fernandez wie auch Bruch etwas Schwierigkeiten eine vernünftige Welle und Rampen zum Absprung zu finden. Das Fernandez einfach in allen Bedingungen ausgezeichnet zurecht zu kommen scheint, stellte er heute erneut unter Beweis. Mit besseren Sprüngen und der besseren Wellenwahl wurde er zum Sieger dieser Single Elimination.

Auch das Damen Waveriding sollte nicht zu kurz kommen. Hier gab es die erste Überraschung gleich in Heat zwei. Die aktuelle Nummer zwei des Damen Freestyle, Laure Treboux, konnte die Österreicherin und Wellen Expertin Uli Hölzl aus der Elimination befördern, und das mit guter Wellenauswahl und ebenso guten Backside Wellenritten. Am Ende fand aber wieder das Standard Halbfinale fest. Karin Jaggi gegen Iballa Moreno und Nayra Alonso gegen Daida Moreno. Die Pozo Zwillinge Daida und Iballa zogen wie erwartet ins Finale, während sich Karin Jaggi noch den dritten Platz sicherte. Im Finale mußten selbst die Morenos hin und wieder an ihrem Homespot nach Wellen suchen. Zum Schluß hatte Abo Weltmeisterin Daida Moreno aufgrund der sicheren Sprünge die Nase vorn.

Ein sehr gelungener Start in dieses Event und sicherlich kommen in den nächsten neun Tagen auch die Slalom Piloten und Freestyle Ladies noch ausreichend auf ihre Kosten.

Videos zum Event findet ihr auf dailydose.tv
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