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PWA Freestyle World Cup - Lanzarote
PWA Freestyle World Cup - Lanzarote
PWA Freestyle World Cup
Lanzarote


Tag 1
Viel wurde in den vergangenen Monaten über die Kanaren Insel Lanzarote und ihre Windsurfspots berichtet. Lange stand die Insel in dieser Hinsicht im Schatten ihrer Schwestern Fuerteventura und Gran Canaria. Dass Lanzarote außer Lavagestein und Touristenörtchen mehr zu bieten hat, bewiesen bereits die PWA Worldcups der vergangenen Jahre.

Die Disziplinen wechselten, aber der Erfolg des vielleicht kleinsten Worldcups auf der PWA Tour stellte sich aufgrund der hohen Windsicherheit ein. Nach einigen Slalom und Freestyle Kombinations Worldcups und dem letzten SuperX Worldcup, wird 2008 ein reiner Freestyle Worldcup am Homespot des derzeit führenden der EFPT Tour und Lanzarote Locals Antxon Otaegui durchgeführt.

Die Teilnehmerzahl ist etwas gesunken, vor allem bei den Damen, doch es wird somit die reine Créme de la Créme des Freestyles auf dem Wasser zu bewundern sein. Die Trainingssessions der Freestyle Gurus fanden bereits regen Anklang. Vor allem der derzeitige Tourleader Gollito Estredo aber auch Tonky Frans, Kiri Thode und Antxon Otaegui stachen deutlich hervor. Das Favoriten aber nicht immer gewinnen müssen steht nicht erst seit den Ergebnissen der 2008er Fußball EM fest.

Für Spannung sollte somit bereits im Vorfeld gesorgt sein, leichte Gegner in der ersten Runde würde es sicherlich nicht mehr geben. Die acht Damen im Feld bewiesen auch bereits im Training das sie im Winter extrem an ihren Moves gearbeitet haben und auch hier könnte jede jede schlagen.
PWA Freestyle World Cup - Lanzarote

Aber Schluß jetzt mit den Vorworten. Nachdem sich die 25 männlichen Teilnehmer und 8 weiblichen Profi Windsurferinnen gegen Mittag eingeschrieben hatten, zögerte die PWA nicht lange mit der Heatorder und bereits zwei Stunden später wirbelten die ersten Fahrer in offiziellen Heats übers Wasser.

In den sechs minütigen Heats wurden maximal sechs Manöver pro Bug festgelegt, von denen vier in die Wertung kamen. Bereits in den ersten Heats konnte ein bärenstarker Normen Günzlein mit one hand Burner, Spock into Culo (noch Fragen ??) und etlichen weiteren extremen Moves in die nächste Runde einziehen. Erst gegen den amtierenden Weltmeister Marcilio Browne war Schluß für den blonden Hamburger.

Ein weiterer Deutscher, der amtierende Europameister Andre Paskowski, setzte sich ebenfalls sehr souverän in der ersten Runde durch, schlug dann mit Favorit Taty Frans, mußte aber im nächsten Heats gegen Freund und Top Favoriten Gollito Estredo antreten, welcher den Deutschen zurück an den Strand schickte.

 

Vor allem durch sehr cleveres Verhalten in dem neuen Bewertungssystem und überzeugende Moves erreichten zwei Fahrer das Halbfinale mit denen wohl nach den Trainingseinheiten niemand so wirklich gerechnet hatte, Marcilio Browne und Ricardo Campello.

Die zweite Hälfte des Halbfinals wurde durch zwei Fahrer besetzt, mit denen man sehr sicher gerechnet hatte, Gollito Estredo mußte gegen Ricardo Campello ran und Kiri Thode gegen Browne. Thode zeigte in diesem Halbfinale seine Top Moves erst, nachdem seine maximale Moveanzahl bereits überschritten war und Gollito Estredo zeigte einen seiner schwächsten Heats der letzten Jahre.

Somit kam es zum Finale Browne gegen Campello. Beide zeigten ein wahres Feuerwerk an Moves, von hohen Backloops über Doppelspocks bis hin zum Burner und Airflaka Cana Brava.

PWA Freestyle World Cup - Lanzarote
PWA Freestyle World Cup - Lanzarote
Deutlich extremer und um einen Level besser ging es aber im anschließenden kleinen Finale zu. Kiri Thode und Estredo ließen ihrem Wut über das Ausscheiden im Halbfinale freien Lauf.

Switch Shaka, Kono Flip, switch Goiter, Puneta into Burner, Spock into Culo, Airfunnel, Mega Burner und etliche weitere Moves sind nur ein kleiner Ausschnitt. Am Ende des ersten Tages stand somit Browne als erster fest, Campello zweiter, gefolgt von Estredo und dann Thode. In der Double Elimination kann sich hier natürlich noch einiges ändern.


Spektakulär ging es auch bei den Damen zu. Schon im ersten Heat zeigten die Top Freestylerinnen, worauf sich die Judges in diesem Jahr gefasst machen sollten. Etwas Pech im Seeding hatte wohl die Venezuelanerin Yoli de Brendt, trotz Shakas, Flakas, Punetas, Clew First Punetas, Spocks kam sie nicht weiter, denn es ging gegen die spätere Gewinnerin, Sara Quita.

Teilweise konnte man am heutigen Tag denken die junge Quita von Aruba hätte einen der Frans Brüder mit Perücke aufs Wasser geschickt. Shaka, Punetas, Flaka Diablos, Switch Flaka, Eslider 540, Gozada und Kono. Da konnte auch eine Daida Moreno im Finale nichts gegensetzen.
Etwas enttäuscht nach dem ersten Tag war auch die Schweizerin Laure Treboux, welche nicht zu ihrem Rhythmus finden konnte und trotz Moves wie dem Shove It Spock und Grubbies, Flakas es nicht über einen vierten Platz hinausbrachte. Aber auch für sie liegen jetzt die Hoffnungen in der Loosersround der Double Elimination.

Videos zum Event findet ihr auf dailydose.tv
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