Long Distance Fehmarn 2013

Mit 82 Startern kam auch beim zweiten Rollei Long Distance Race wieder ein beeindruckendes Teilnehmerfeld an den Wulfener Hals auf Fehmarn.

Zum zweiten Mal in dieser Saison war der Wulfener Hals auf Fehmarn Austragungsort des Long Distance Race. Mit diesem neuen Wettkampfformat sollen vor allem Neu- und Wiedereinsteiger für den Regattasport gewonnen werden. Gleichzeitig zählt dieser Event zur Rangliste des Windsurf Cups. Er bietet damit die letzte Chance, Punkte in der Disziplin Slalom zu sammeln und so möglicherweise noch Plätze in der Rangliste gut zu machen.

Die Windvorhersage für die zweite Auflage war vielversprechend. Trotzdem ließ der Wind zunächst noch auf sich warten. Am Nachmittag passten die Bedingungen optimal und bei strahlendem Sonnenschein und 15 bis 25 Knoten Windgeschwindigkeit flogen die Slalompiloten über die etwa 12km lange Strecke.

Als Favoriten gingen Asmussen und Langer an den Start und unterstrichen bereits im ersten Rennen durch eine große Distanz zu den Nächstplatzierten ihre Ambitionen auf den Veranstaltungssieg. Der Däne Danni Jakobsen machte aber bereits in diesem Rennen mit seinem dritten Platz auf sich aufmerksam und verwies Denis Standhardt (GER-189, Tabou, Gaastra) und Arno Ufen (GER-23, Tabou, Gaastra) auf die Plätze vier und fünf.

Das zweite Rennen war für Asmussen schon zwei Minuten vor dem Start zu Ende. Mit einem gerissenen Vorliekstrecker musste er aufgeben. So machte er den Weg für Langer frei, der mit einem Start-Ziel Lauf das Rennen souverän für sich entscheiden konnte. Dennis Müller (GER-89, F2, Gun Sails) konnte sich hier auf den zweiten Platz vor Jakobsen kämpfen. Fabian Mattes (GER-202, Tabou, Gaastra) und Nicolas Prien (GER-179, Fanatic, North) erkämpften sich bei starken Windbedingungen die Plätze vier und fünf.

Das letzte Rennen des Tages wurde bei leicht abnehmenden Winden zwischen 18 und 20 Knoten und weiterhin strahlendem Sonnenschein ausgetragen. Wieder waren es Asmussen und Langer, die souverän das breite Teilnehmerfeld anführten. Abermals erwies sich Asmussen in diesen Bedingungen als Maß der Dinge und entschied dieses Rennen für sich. Mit einem sicheren dritten Platz beendet Jakobsen diesen Wettkampftag. Den vierten Platz belegte Denis Müller. Nicolas Prien eroberte erneut einen starken fünften Platz.

Nach drei Wettfahrten konnte jeder Teilnehmer sein schlechtestes Ergebnis streichen. Am Ende des ersten Veranstaltungstages führte so der IFCA Slalomweltmeister Gunnar Asmussen die Ergebnisliste mit der Idealpunktzahl 1,4 an. Auf Platz zwei folgt Vincent Langer mit 4,0 Punkten. Der Däne Danni Jakobsen war mit 6,0 Punkten dritter.

Long Distance Fehmarn 2013

Am zweiten Tag zeigte sich der Wind am Wulfener Hals etwa böiger. Gleich zweimal musste die erste Wettfahrt des Tages abgebrochen werden, weil der Wind drehte oder nachließ. Dann passten endlich die Bedingungen. Gunnar Asmussen bestätigte seine starke Vortagesleistung mit einem überlegenen Start-Ziel-Sieg. Auf dem zweiten Platz folgte Vincent Langer (GER-122, Starboard, Severne) aus Kiel. Mit deutlichem Abstand konnte sich der Däne Danni Jacobsen (DEN-64, Starboard, Neil Pryde) auf Platz drei in die Ergebnisliste eintragen. Der Youngster Nicolas Prien (GER-179, Fanatic, North) sicherte sich Platz vier vor Fabian Mattes (GER-202, Tabou, Gaastra).

Im zweiten Rennen wurden die Bedingungen mit sieben Windstärken deutlich radikaler. Passend dazu wurde es auch auf dem Kurs noch spannender. Asmussen hatte einen schlechten Start und musste sich aus dem Mittelfeld nach Vorne kämpfen. An der Tonne Nummer zwei hatte er bis zum Führenden Langer aufgeschlossen. Trotz starker Gegenwehr des Deutschen Meisters konnte Asmussen sich schließlich an die Spitze kämpfen. Langer bestätigte mit einem abermaligen zweiten Platz seine starke Leistung. Auf dem dritten Platz folgte Dennis Müller (GER-89, F2, Gun Sails). Denis Standhardt (GER-189, Tabou, Gaastra) und Arno Ufen (GER-23, Tabou, Gaastra) komplettierten die Top-5.

Insgesamt wurden an den beiden Tagen fünf Wettfahrten durchgeführt. Bei jeweils etwa 12 Kilometern Strecke pro Wettfahrt kommen die Fahrer so schon alleine auf 60 Kilometer Netto-Rennstrecke. Hinzu kommen natürlich noch die abgebrochenen Rennen und die Fahrten zur Regattabahn und zurück. So kommen die Teilnehmer auf etwa 100 Kilometer, die sie am gesamten Wochenende zurückgelegt haben.

Nach fünf Wettfahrten konnte jeder Teilnehmer seine beiden schlechtesten Rennen streichen. Mit insgesamt vier Laufsiegen, konnte es sich Gunnar Asmussen leisten, sogar einen ersten Platz zu streichen und kam trotzdem noch auf die Idealpunktzahl von 2,1. Vincent Langer konnte eine Wettfahrt für sich entscheiden. In den restlichen Rennen lag er stets auf dem zweiten Platz. In der Endabrechnung bescherte ihm dies 4,7 Punkte und damit klar Platz zwei.

Danni Jakobsen zeigte zwar in der letzten Wettfahrt eine kleine Schwäche, in der Gesamtwertung reicht es bei ihm aber mit 9,0 Punkten für Platz drei. Dennis Müller zeigte eine starke Leistung und konnte sich konstant im Spitzenfeld platzieren. In der Gesamtwertung wird das mit Platz vier und 9,0 Punkte honoriert. Auf dem fünften Platz folgt Denis Standhardt mit 14,0 Punkten, vor Nicolas Prien. Dieser war eine der großen Überraschungen. Der Nachwuchsfahrer wurde für konstant starke Leistungen mit einem sechsten Platz (14,0 Punkte) belohnt.

Das neue Wettkampfformat richtet sich vor allem an Regattaeinsteiger. Diese haben nicht nur erste Wettkampfluft geschnuppert, sondern konnten sich teilweise auch sehr gut platzieren. Bester dieser Freeracer-Wertung wurde Marius Bocker (R-79) mit einem 20. Platz im Gesamtfeld. Auf Platz zwei und drei folgten Markus Jatzkowski (R-17) mit Platz 25 und André Meyerhoff (R-21) mit Platz 28 im Gesamtfeld. Als bester Junior (u-17) platzierte sich Sven Meyerhoff (R-22) auf Platz 35. Als beste Dame wurde die erst 13-jährige Julia Bocker (R-83) geehrt. Als jüngste Teilnehmerin erkämpfte sie sich schließlich einen 46. Platz der Gesamtwertung.