Speed Saison 2012 / 2013
NAMIBIA - Schon die ersten Tests in 2011 versprachen eigentlich neue Rekorde, jedoch waren danach noch viele unsicher ob der nur etwa acht Meter breite und an die 900 Meter lange Kanal die Lösung sein konnte. Bei 3000 € Startgeld für vier Wochen Wettkampf wollte die Teilnahme gut überlegt sein.

Zum Vergleich: Der französische Kanal war drei Mal so breit und wurde über die Jahre von 800 Meter auf 1000 Meter verlängert. Doch leider gibt es in Lüderitz zwar viel Wind aber nur sehr wenig Platz.

Allerdings kann die Wasseroberfläche zum optimalen Windwinkel nur glatt gehalten werden, wenn die Wasserfläche schmal ist...

Jeder der den Kanal zum ersten mal live gesehen hatte, musste schlucken und begann die ersten Testfahrten mit viel Vorsicht. Es dauerte Tage bis sich die Teilnehmer einigermaßen sicher fühlten.

Speed Saison 2012 / 2013

Trotzdem gab es immer wieder Unfälle, die meist beim Zieleinlauf geschahen. Es blieb aber (nur) bei Prellungen, Platzwunden und Rippenbrüchen. Lediglich 150 Meter Auslauf stehen zur Verfügung, um von über 90 km/h mit einer Race Jibe zu bremsen und dazu braucht man viel Übung und gehörige Portion Mut.

Rekordhalter Antoine Albeau meisterte die Gegebenheiten am besten und stellte mehrmals seinen alten Rekord ein und am Ende standen über 52 Knoten (96 km/h) Durchschnitt auf 500m auf dem Tacho. Zum Vergleich: Der alte Rekord wurde bei 50-60 Knoten Wind gefahren und der Neue bei um die 40 Knoten Wind.

Auch drei deutsche Speedsurfer waren dabei und überboten mehrmals den 17 Jahre alten offiziellen nationalen Rekord von 41,9 Knoten. Am Ende sicherte sich Christian Bornemann aus Dortmund mit 46,75 Knoten den Rekord vor Christian Benzing (45,57kts) und Dieter Gerichhausen (44,63kts) der leider mit gebrochenen Rippen und veraltetem Material fuhr.

Es wird spannend bleiben, denn im Herbst 2013 wird es eine Neuauflage des Speed-Duells im Kanal geben.

Speed Saison 2012 / 2013

DEUTSCHLAND - Nicht nur in Lüderitz können schnelle Zeiten gefahren werden. In Deutschland konzentriert sich die Szene mittlerweile voll auf die GPS Messung, welche dezentrale Events wie den German Speed King ermöglicht. Und hier gab es 2012 einen neuen Teinehmer-Rekord. Über 80 Fahrer haben über 500 Sessions gemeldet.

Mittlerweile treffen sich Speeder auch aus den Nachbarländern im Norden Deutschlands, denn im Priel bei Vollerwiek kann richtig schnell gefahren werden. Leider bietet der Spot in der Nähe von Sankt Peter Ording bedingt durch Tide und Wind nur ein sehr enges Zeitfenster.

Wenn es dann aber stimmt, spricht sich das schnell herum. So wurde an einem Donnerstagmorgen im Januar 2012 hinterm Deich fast nur Englisch geredet.

Bei sechs Grad Lufttemperatur erreichte Jacques van der Hout einen Top Speed von über 50 Knoten. Im Mittel über fünf Läufe kam der Holländer auf 47,13 Knoten.

Auch auf Binnenseen wurde um die Speed-Krone gekämpft. 54 Teilnehmer wollten beim German Speed King wissen, wer von ihnen der schnellste auf einem Binnengewässer ist. Manfred Merle landete am Ende mit 40,295 Knoten ganz oben auf der Liste. Insgesamt siegte Thomas Döblin mit 42,455 Knoten.

Mit den Schwierigkeiten eines zentralen Events kämpften die Speeder während der Deutschen Meisterschaften auf Fehmarn. Über 40 Teilnehmer mussten lange auf Wind warten, bis alles gut wurde und am Finaltag mit Michael Naumann ein glücklicher Sieger ermittelt werden konnte.

Links:
German Speed King 2013
Verein Deutscher Speedsurfer
Lüderitz Speed Challenge

Speed Saison 2012 / 2013
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