surf Festival / GFB Fehmarn 2015
Vom 14.-17. Mai 2015 rockten die GFB-Freestyler die Arena und trugen einen Event im Rahmen des surf Festivals auf Fehmarn aus.

Stand-by Events sind normalerweise die Geheimwaffe des GFB, denn ein Contest macht am meisten Sinn, wenn er bei idealen Bedingungen ausgetragen wird. Beim German Freestyle Battle am Himmelfahrtswochenende auf Fehmarn war das anders, denn dieser Termin stand schon lange fix im Terminkalender der Teilnehmer.

Parallel zum Surffestival, dem Test- und Party-Event, der nach einigen Jahren Abstinenz sein Comeback auf der Ostseeinsel feierte, fanden sich vom 14. bis zum 17. Mai knapp 40 der besten deutschen Freestyler ein, um mit dem GFB-Auftaktevent in die Saison zu starten.

Der Zeitpunkt war gut gewählt, denn Wind aus West war angesagt und so ging es schon am Tag vor dem Event zum Warmsurfen aufs Wasser. Der Vatertag war dann bestimmungsgemäß bestens zum Feiern zu gebrauchen und auch am folgenden Katertag säuselte der Wind eher unmotiviert über die Insel. Gute Stimmung gab es trotzdem im wohl größten Surfcamp aller Zeiten, denn direkt hinter dem Festivalgelände wurde die Wiese zum Campingplatz für alle Teilnehmer und Besucher umfunktioniert - Übernachten und Grillen erlaubt.

Am Samstagnachmittag setzte dann der Westwind ein und eine Supersession konnte gestartet werden. Schnell wurde es eng auf dem Wasser. Die Bedingungen waren ideal für Air Moves, wenn auch teilweise etwas der Druck fehlte. Am Ende konnte sich Mathias Genkel mit einem hohen Culo vor Florian Kellner und Julian Wiemar durchsetzen.

Am Sonntag wurde dann bei strahlendem Sonnenschein und einer frischen Brise aus West die Single Elimination angesetzt. Gestartet wurde westlich des Festivalgeländes, wo der Wind relativ frei über den Strand wehte. Sideshore von rechts, ein Tick schrägablandig. Die meisten Fahrer waren mit Segeln um 4.4 und 4.8 Quadratemeter unterwegs und boten den Zuschauern ein Feuerwerk an Moves. Schon in den ersten Runden zeigte sich, dass das Niveau im Vergleich zum Vorjahr noch mal gestiegen war, obgleich einige Fahrer mit dem für sie ungewohnten Wind von rechts haderten.

Nicht antreten konnten Marco Lufen und Valentin Böckler. Marco war auf dem Festival für seine Sponsoren unterwegs, musste aber wegen bevorstehender Abitur-Klausuren schon am Samstag die Heimreise antreten. GFB-Mitorganisator Valentin Böckler konnte verletzungsbedingt noch nicht antreten, machte dafür seinen Job als Judge vom Strand aus.

surf Festival / GFB Fehmarn 2015
Tilo Eber

Erfreulich war, dass neben den 32 Jungs auch 6 Mädels am German Freestyle Battle teilnahmen. Sie konnten eine komplette Elimination ausfahren, bei der sich Johanna Rümenapp im Finale gegen Diana Lohoff durchsetzte. Zuvor siegte Kiki Behrends - nach erfolgreichem Wintertraining auf Bonaire - im Duell um Platz drei gegen Chantale Pöttgens. Die Mädels brachten auch eine gewisse Leichtigkeit an den Strand und sorgten mit ihrem strahlenden Lächeln für eine entspannte Atmosphäre.

Im Laufe des Tages wurde es dann auch immer spannender zwischen den Jungs. Der Grieche Foivos Tsoupras setzte sich mit seinem explosiven Style gegen den immer sehr stark fahrenden Markus Marsand aus Stralsund durch. Auch Florian Kellner aus Leipzig zeigte eine konstante Leistung und kickte Hannes Volkmer aus dem Rennen, der im Vorjahr noch einen Platz auf dem Podest ergattern konnte. Es zeigte sich auch hier, wie hoch die Leistungsdichte mittlerweile ist.

surf Festival / GFB Fehmarn 2015
Mathias Genkel

Dass die Bedingungen mit steilem Chop, den einige als spaßig, andere als nervig definierten, etwas Erfahrung voraussetzten, spiegelte sich auch in den Ergebnissen wieder. Fahrer wie Andi Lachauer, der in Bayern oft in den schwierigsten Bedingungen trainiert, konnten so ihre Anpassungsfähigkeit unter Beweis stellen. Auch Gereon Gollan ist ein Freestyler, der immer wieder gerne in der Welle surft und diese Erfahrung nutzte, um souverän auf Platz fünf vorzufahren. Im Halbfinale trafen dann Andi Lachauer und Mathias Genkel, sowie Tilo Eber und Julian Wiemar aufeinander. Das Level in diesen Heats ging noch einmal eine Stufe nach oben. Keiner der Fahrer durfte sich bei sieben Minuten Heatdauer und drei geforderten Moves pro Seite größere Fehler erlauben. Tilo Eber und Mathias Genkel behielten die Oberhand gegen die Youngster und trafen sich im Finale wieder.

Zuvor entschied sich im kleinen Finale, wer den dritten Podestplatz erklimmen durfte. Andi Lachauer machte mit seinen radikalen Spinloops und hohen Skopus alles klar, obwohl Julian Wiemar fette Air Funnells lieferte.

Das Duell im Finale war dann schon fast ein Klassiker, denn schon unzählige Male hatten sich die beiden Windsurfer bei Freestyle Contests im alles entscheidenden Heat um den obersten Platz auf dem Podium getroffen, und immer war es eine knappe Entscheidung.

surf Festival / GFB Fehmarn 2015
Andi Lachauer

Auch dieses Mal zeigten beide ein Feuerwerk an Moves wie Konos, Culos, Burner, Skopus und Shakas - und das fast immer beidseitig. Tilo überzeugte die Judges aber vor allem mit einem super stylischen Shove-it-Spock, den er ganz nah am Strand noch einhändig beendete. So stand am Ende der strahlende Sieger der ersten German Freestyle Battles im Jahr 2015 fest. Es war für Tilo ein doppelter Grund zum Feiern, denn der Eventsieg krönte seinen Geburtstag und bei der Siegerehrung gab es ein Ständchen von seinen Mitstreitern und den Zuschauern.

Die zunächst geplante Double wurde wegen des nachlassenden Windes verworfen und so neigte sich ein toller Surfevent seinem Ende zu. Wer wollte konnte trotzdem noch bis zur Dunkelheit Gleiten. Die nächsten Runden der GFB‘ler stehen dann wieder als Stand-by Event auf Nord- und Ostsee an.

Ergebnisse GFB Fehmarn Surffestival 2015

Männer:

1. Tilo Eber
2. Mathias Genkel
3. Andi Lachauer
4. Julian Wiemar
5. Gereon Gollan
5. Matthias Kraschnitzer
5. Jannes Thomsen
5. Jakob Muntz
...

Frauen:
1. Johanna Rümenapp
2. Diana Lohoff
3. Kiki Behrends
4. Chantale Pöttgens
5. Shania Raphael
5. Leoni Munz


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Julian WIemar
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Johanna Rümenapp
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Diana Lohoff
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Die Judges: Gute Laune trotz drohender Toffifee-Verknappung.
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Auch Tonky Frans schaute vorbei.
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Marco Lufen besuchte den Event vor dem Wettkampf.
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Julian Wiemar
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