DWC Grömitz
Vincent Langer führt, siegt und sichert sich Platz eins in der Gesamtwertung

Vincent Langer sichert sich den Gesamtsieg.

Das Ostseebad Grömitz war vom 26.-29. Mai 2016 erstmals Austragungsort eines DWC. Petrus gönnte den insgesamt 56 Teilnehmern strahlender Sonnenschein und vier bis fünf Windstärken. Dies ermöglichte gleich sieben Racings und zwei komplette Slalomdurchgänge. Sieger über alle Disziplinen wurde der amtierende Deutsche Meister Vincent Langer (GER-1) aus Kiel. Langer: „Ich freue mich sehr über den Gesamtsieg in Grömitz. Ich war vorher noch nie hier und bin begeistert von dem Spot und dem Ambiente. Die Atmosphäre während des gesamten Events war einfach toll und wir fühlten uns sehr willkommen.“

Im Rahmen der Regatta kristallisierten sich vier Top-Fahrer heraus, unter denen sich der Sieg entscheiden sollte. Über alle Rennen hinweg zeigte Vincent Langer eine erstklassige Leistung und konnte sechs Wettfahrten in der Disziplin Racing für sich entscheiden. Nur in einem Rennen musste er den Sieg an seinen Konkurrenten Gunnar Asmussen (GER-88) aus Flensburg abtreten. Konsequenterweise liegt Langer somit auf Platz eins dieser Disziplin, gefolgt von Gunnar Asmussen und dem Schönberger Nicolas Prien (GER-7). Platz vier und fünf gehen an Dennis Müller (GER-89) von Norderney und Leon Delle (GER-6) aus Kiel.

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Langer matcht sich mit Asmussen

Nach dem Racing war beim Deutschen Windsurf Cup in Grömitz aber lange noch nicht Schluss. Denn auch die Slalompiloten durften am Finaltag noch einmal auf die Bahn. Bei fünf Windstärken wurde erneut ein Downwind-Kurs ausgelegt, durch den sich die Teilnehmer von Runde zu Runde kämpfen mussten. Diese Wettfahrt wirbelte noch einmal alles durcheinander.

Hier glänzten erneut die Top-Favoriten um Langer, Asmussen, Prien und Müller und machten es noch einmal richtig spannend. Bis zur zweiten Tonne sah es so aus, dass sich die Favoriten wieder durchsetzen würden. Vincent Langer führte vor Gunnar Asmussen und Dennis Müller. Doch dann zerriss Asmussen in voller Fahrt der Gabelbaum, was zu einem harten Einschlag für Gunnar führte und für den Flensburger war das Rennen gelaufen. Dies kostete ihn sowohl im Slalom, als auch in der Gesamtwertung alle Chancen auf ein Topergebnis.

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Nico Prien

Vincent Langer konnte so ungefährdet auch den zweiten Slalom gewinnen. Der Norderneyer Dennis Müller profitierte am meisten von der Situation. Er sicherte sich Platz zwei in diesem Lauf vor Nico Prien. So lagen die beiden Kontrahenten punktgleich Kopf-an-Kopf. Mit Platz zwei aus der letzten Wettfahrt konnte sich Müller aber gegen Prien durchsetzen und den zweiten Platz in der Slalomwertung erobern. "Mein Start war nicht perfekt, aber an der Halse habe ich alles riskiert und konnte somit nach Vorne fahren. Ich freue mich über das Ergebnis." erzählt Dennis Müller. Nicolas Prien ist Dritter in dieser Disziplin vor Moritz Bochnia aus Greven. Gunnar Asmussen bleibt aufgrund seines Sturzes leider nur noch Platz fünf.

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Vincent Langer
Die Entwicklungen im Slalom gehen natürlich nicht spurlos an der Gesamtwertung vorbei. Langer dominiert hier klar durch seine überlegenen Siege in den beiden Einzeldisziplinen. Durch seinen Ausfall im Slalom katapultierte sich Asmussen im letzten Slalom aus den Podiumsrängen. Auch in der Gesamtwertung wiederholte sich das Duell von Prien und Müller. Der Schönberger Prien konnte sich in beiden Einzeldisziplinen Platz drei erobern. Müller fuhr sich mit dem finalen Slalom nicht nur im Slalom auf Platz zwei, sondern konnte auch in der Gesamtwertung überholen. Mit Platz vier im Racing und Platz zwei im Slalom liegt er punktgleich mit Prien. Abermals kann der Norderneyer aber den Tie für sich entscheiden und sichert sich so sensationell Platz 2. Für Nico Prien änderte sich zwar nicht die Platzierung gegenüber der Situation vor dem finalen Slalom, dem Norderneyer Müller musste er aber den Vortritt lassen.
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Racing an Tag zwei

In Grömitz ging auch ein starkes Feld an Youngstern (U-20 und U-17) an den Start. „Wir haben im Winter alle gemeinsam auf Teneriffa trainiert. Klares Ziel ist in diesem Jahr eine Platzierung unter den Top-10 der Overallwertung“, erklärt Julien Pockrandt (GER-18). Der beste Windsurfer U-20 ist der Kieler Luis Ponseti (GER-293) aus Kiel. Er belegt Platz 10 der Gesamtwertung. Nur einen Punkt dahinter folgt der 17-jährige Julien Pockrandt. Auf Platz 14. der Overallwertung konnte sich Michele Antoine Becker platzieren. „Es ist toll, dass mittlerweile so viele Jugendliche Teil des Deutschen Windsurf Cups sind. Sich mit den anderen auf der Regattabahn zu messen macht riesig Spaß und man wird von Jahr zu Jahr besser!“, freut sich Michele Becker.

Der Auftakt im Ostseebad Grömitz war für Veranstalter, Teilnehmer und dem Tourismus Service ein voller Erfolg. Viele Zuschauer genossen die sommerlichen Temperaturen, die steife Brise und die spannenden Wettkämpfe nah am Ufer.


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Blick über die Schulter
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Grömitz
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Von Links nach rechts: Prien, Langer, Müller