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Action Cam: Olympus my720sw

„Cooler Moove! Das hätte man fotografieren müssen.“ Gerade beim Surfen wünscht man sich oft eine Kamera dabeizuhaben. Fotos vom Strand aus scheitern meist am nötigen Teleobjektiv. Die notwendige Nähe zum Motiv scheitert dagegen an der mangelnden Wasserdichte der Kamera. Zwar gibt es Unterwassergehäuse für fast jede Kamera, aber die sind teuer und unhandlich. Es müsste also eine wasserdichte Kamera geben, die klein ist, die man auch beim Surfen dabeihaben kann und die so robust ist, dass sie auch mal einen Stoß abkann. Dabei sollte die Bildqualität absolut in Ordung sein. So etwas gibt es. Olympus hat die Wünsche der Surfer erhört und mit der µ720sw bzw. dem Nachfolgemodell 725sw eine wasserdichte und stoßfeste „immer dabei“ Kamera im Programm.

Der erste Eindruck löst auch bei erfahrenen Fotografen erstaunen aus. „Die soll wasserdicht sein?“ Das hochwertige Metallgehäuse wirkt äußerst robust, aber man sieht ihm nicht an, dass es wasserdicht ist. Das Erscheinungsbild ist ganz normal. Keine überdimensionalen Gummiknöpfe, keine Kunststoff-Außenhaut. Die Cam wirkt sehr edel und macht an Land einen absolut stylischen Eindruck. So fordert es einige Überwindung das Hightech-Produkt zu Testzwecken im Spülbecken zu versenken. Dann macht sich ein Grinsen breit. Cool, das Teil ist tatsächlicht dicht.

Action Cam: Olympus my720sw
Auch wenn sie so 'normal' aussieht: Die Olympus ist tatsächlich bis fünf Meter wasserdicht.

Die hochwertige Anmutung und das 'normale’ Aussehen sorgt auch in freier Wildbahn im nassen Element immer wieder für entsetzte Blicke. An Sprüche wie „Deine Kamera ist nass geworden“ oder „Die ist jetzt wohl hin“ gewöhnt man sich schnell. Erst ein Öffnen des Akkufaches offenbart eine Gummidichtung, die man im übrigen peinlich genau sauber halten sollte. Egal ob Profi- oder Amateurkamera: Sand oder Dreck auf der Dichtung lassen jede Cam absaufen.
Action Cam: Olympus my720sw
Olympus liefert die Cam mit einer praktischen Neoprentasche aus, welche mit einem Gurt am Arm befestigt werden kann. Die Kamera ist dabei mit einer elastischen Kunststoff Leash gesichert. Wir waren mit der Olympus am Arm Windsurfen und Wellenreiten. Beides ist problemlos möglich. Auch Backloops oder Freestyle Moves waren ohne große Einschränkungen möglich. Da hat Olympus wirklich mitgedacht.

Action Cam: Olympus my725sw
Monitor statt Sucher. Beim Schnorcheln top, aber bei Sonne nicht so gut.

Die Cam ist schnell verstaut und man kann nach dem Schnappschuß sofort weiter surfen. Bemerken müssen wir aber, dass an der Neoprentasche bereits nach kurzer Benutzung Nähte aufgingen. Waschgänge bei moderater Welle überstand die Kamera ohne jeden Mucks. Das finden wir gut.

Bei der Windsurf-Fotografie aus dem Wasser heraus kann es nicht einfach genug zugehen. Gut erfühlbare Knöpfe mit klar definiertem 'Klick’ sind wichtig. Hier ist der Spagat der µ720 als Alleskönnerkamera fühlbar. An Land wirken die kleinen Knöpfe edel, auf dem Wasser verpasst man hin und wieder den Auslöser. Und wenn es irgendwie geht, sollten die Konstrukteure den Power Knopf nicht genau neben dem Auslöser platzieren. Wir haben mehr als einmal die Kamera ungewollt ausgeschaltet. Unglücklich platziert fanden wir das Objektiv. Diese liegt in der linken oberen Ecke und im Eifer des Gefechts schleicht sich gerne mal ein Finger vor die Linse.

Bei der Action-Fotografie kann man keine Auslöseverzögerung gebrauchen. Im Gegensatz zu den Profikameras rechnen die Kompakten nach dem Druck auf den Auslöser erst einmal an Schärfe und Bildparametern. So kann es sein, dass die eigentliche Aufnahme erst dann gemacht wird, wenn die Action schon lange vorbei ist. Bei der Olympus haben wir daher die besten Erfahrungen mit dem Unterwasser-Programm Nr. 2 gemacht, bei der Anblitzen oder Zoomen aber leider nicht möglich ist. Bei dieser Programmautomatik wird der Autofocus ausgeschaltet. Scharf werden die Aufnahmen trotzdem. Dennoch hilft es den Auslöser halb durchzudrücken, um im entscheidenden Moment ohne Verzögerung zum Schuss zu kommen. Eine andere Methode ist, nach einer Eingewöhnugszeit 'zu früh' auszulösen. Optimal ist das noch nicht, aber das ist ein generelles Problem der Kompakten Kameras. Ideal wäre eine spezielle Action-Automatik mit fix eingestelltem Fokus auf ca. 3 Meter, bei der die Cam auf den letzten gespeicherten Meßwert vor dem Auslösen zurückgreift und damit die Aufnahme ohne weitere Verzögerung durchzieht.

Anvisiert wird das Motiv nur per Kameramonitor. Die Olympus hat keinen optischen Sucher. Bei viel Sonne kann es daher schwer werden Details auf dem Bildschirm zu erkennen. Positiv punkten kann das übersichtliche Display dafür unter Wasser, denn auch beim Schnorcheln macht die Cam eine gute Figur. Da ist es viel einfacher das Motiv auf diese Weise als per Sucher zu fixieren. Bis fünf Meter unter Wasser hält die Olympus dicht.

Action Cam: Olympus my725sw
Aufnahmen aus interessanten Blickwinkeln sind bequem realisierbar.
Action Cam: Olympus my725sw

Eine Verbesserung hat die 'µ' beim Modellwechsel 720sw auf 725sw erfahren. Ab der Modellreihe 725 soll eine spezielle, wasserabweisende Beschichtung verhindern, dass sich Wassertropfen vor das Objektiv setzten. Wir hatten noch keine Gelegenheit dies an der 725sw zu testen. Diese am Objektiv 'klebenden' Tropfen waren einer unserer Hauptkritikpunkte an der 720sw.

Fazit: Wir können die Kamera als Alleskönner absolut empfehlen. Klein und handlich macht die Olympus sowohl an Land als auch im Wasser eine sehr gute Figur. Mit 7.1 Megapixeln lassen sich auch große Bilder printen und das Dreifachzoom ermöglicht einen ordentlichen Brennweitenbereich. Die 725sw ist momentan ab etwa 330,- Euro im Versandhandel zu bekommen.

Alle Action-Bilder in diesem Beitrag wurden mit der Olympus µ720sw aufgenommen.

Action Cam: Olympus my725sw
Alison Shreeve surfte uns beim Test vor Fuerteventura vor die Linse.
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