Jason Polakow- Jaws

Es gibt Wellen und es gibt Wellen. Und dann gibt es Jaws: ein Windsurfer verschlingende Mammut, das hin und wieder an Maui Nordküste zum Leben erwacht. Weit vor dem Zeitalter des Two-In Surfens probierten sich die Windsurfer an dem Spot aus und danach wurde Jaws so etwas wie die Mutprobe für die Big-Wave Aspiranten. Für einige ist es allerdings keine Mutprobe, sondern ein Spielplatz. Auch in herausfordernden Bedingungen. Für diese Veteranen ist Jaws so etwas wie ihr Hinterhof und jedes Mal wenn die Welle zum Spielen einlädt, können sie nicht widerstehen.

Jason Polakow- Jaws

Das gilt auch, oder besser ganz besonders, für Jason Polakow. „In diesem Winter hatten wir große Wellen mit der größten Regelmäßigkeit, die ich in 30 Jahren erlebt habe“, erzählt Polakow. „Ich habe so etwas no nie erlebt. Wir konnten uns und unser Equipment über die Grenzen hinaus austesten, was für einige interessante Momente an Land und auf dem Wasser gesorgt hat.“

Jason Polakow- Jaws

Polakow hat an einem Tag mit null Wind, an dem eigentlich nur Wellenreiten möglich war, natürlich das Windsurfen ausprobiert. Das Rigg lag im Wasser und der Meister dümpelte so in der Impact Zone und wartete auf eine Welle. „Wenn der Wind schwach ist, musst du ein Risiko eingehen und so nah wie möglich an der Impact Zone sein.“ Ja nee ist klar. Macht ‚man‘ eigentlich nicht, aber Jason tut so etwas und selbstverständlich bekam er auch kräftig eins auf die Mütze. „Ich habe einige Wipeouts geschafft. Für mich war es ein harter Tag, aber es ist auch spaßig das auf Video zu sehen.“

Jason Polakow- Jaws

Im Klartext heißt das: Jason verschrottete ein Board, bevor er auch nur eine Welle surfte. Was auch für die meisten Profis ein Rückzug nach dem Motto „Och nöö. Ist schon ziemlich fett heute und der Wind ist auch nicht so doll“, bedeutet hätte, bewirkt bei einem Jason Polakow nur das Gegenteil. „Ich fühlte mich ziemlich aufgeladen vom Adrenalin, als ich zum Boot zurück kam und da der Wind sowieso etwas zunahm, riggten wir um und schnappten uns ein paar nette Wellen.“

Wenn Jason das ‚nette‘ Wellen nennt, sind wir gespannt, was für ihn wirklich groß ist.