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Peter und sein Eigenbau zurück [stories-menu]
Name: Peter Schilling
Wohnort: Valle del Agua, Fuerte
Beruf: Tüftler


Berechnungen und Prototypen Finnenentwicklung Peter Schilling wanderte vor etlichen Jahren aus, um auf Fuerteventura zu leben. Surfen ist eine seiner größten Leidenschaften ...allerdings pfeift er auf die Surfindustrie, denn er glaubt nicht daran, daß man für verschiedene Bedingungen andere Boards braucht, geschweige denn verschiedene Segelgrößen. Ein Board und ein Segel müssen genügen. "Das darf überhaupt nicht funktionieren - sagt die Surfindustrie" so Peters Meinung. Und weil so etwas nicht funktionieren darf, kann man solche Bretter und Segel natürlich auch nicht kaufen. Deshalb entwickelt Peter sein Material selbst - von der Finne bis zum Mastfuß. Dabei arbeitet er immer wieder mit Martin Weiskopf zusammen - einem Kumpel, der ähnlich denkt.

 Peter begann mit eigentlich viel zu großem Aufwand Finnen nur für sich selbst zu entwickeln. In Formen aus Aluminium und Polyesterharz preßt er seine Finnen. Die extrem leichten Finnen haben einen Kern aus Baumwolle. "Baumwolle hat die größte interlaminare Stellfestigkeit". Dabei twisten die Finnen um die Längsachse und nicht um die Querachse und haben deshalb kaum Spinouts. In acht Jahren ist noch keine der Finnen gebrochen. Ebenfalls acht Jahre alt ist Peters Wave-Needle. Das Alter sieht man dem Board nicht an. Wird es nicht allmählich weich? Peter amüsiert sich über solche Fragen. In dem Board stecken fünf selbstgebaute GFK Stringer und unter den Fußschlaufen wurden die Fasern so verlegt, daß bei Belastung eine Zugkraft ausgeübt wird und keine Biegekraft, durch die Laminat weich wird.
...aus Aluminium und Polyesterharz
Finnenformen

Sicherheit geht vor Heavy Duty Mastfuß Soviel zur Konstruktionstechnik. Der schmale, durchgescoopte "Megafrühgeiter" soll aber nicht nur haltbar sein, sondern auch von 4,5 bis 8 Beaufort mit nur einer Segelgröße funktionieren (4,7m²). Um diese Anforderungen zu erfüllen, war der Trimm ausschlaggebend. Mit ziemlich weit vorn sitzendem Mastfuß und extrem hoher Gabelposition kann Peter das Segel auch bei Starkwind gut kontrollieren. Mit dieser Fahrposition, in der man sich im Trapez eingehängt mehr wie ein Drachenflieger vorkommt, kommt Peter seiner Philosophie vom unkomplizierten Windsurfen sehr nahe.
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