Teneriffa Report

Das neue Jahr startete zünftig und wer am Neujahrsmorgen schon fit war, konnte das Viersiebener aufbauen und damit für den Rest des Tages richtig Spaß haben.

Leider war dieser Auftakt nicht von Dauer, denn bereits am nächsten und übernächsten Tag ging nur noch etwas mit 5,3 und großem Waveboard - immerhin rollte aber noch ordentlicher Restswell in die Bucht.
In den El-Niño-Jahren wäre nun wieder mal ein Tiefdruckgebiet mit ergiebigen Regenfällen dran gewesen. Aber das ist seit letztem Winter nun tatsächlich Geschichte, denn bis auf einige Tropfen regnete es seit Monaten nicht. Dafür lieferten nun wieder einmal östliche Leichtwindströmungen ungewöhnlich hohen Temperaturen von um die 25 Grad.


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Am 5. Januar drehte es auf Südost und wir packten die großen Wave-Sachen für Las Americas, wo wir wieder Von-links-Bedingungen in Fitenia vorfanden. Eigentlich ist diese Windrichtung eine eher seltene Erscheinung, doch in den letzten Monaten war das öfters der Fall, als die typischen Nordwestwinde, die mit den immer seltener gewordenen Tiefdruckgebieten kommen. Vorerst ging nun gar nichts mehr für kleine Segel, dafür hatten die Slalomjungs ordentlich Spaß. Andrea Cucchi knüpfte an sein im letzten Winter erfolgreich organisiertes Trainingslager an und konnte 15 deutsche und viele internationale Fahrer zusammentrommeln.


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So waren u.a. italienische, russische, polnische, türkische, dänische und kroatische Segelnummern unterwegs. Bei den täglichen Rennen, Vergleichs- und Testfahrten kristallisierte sich die Leistung eines neuen Jungstars heraus.

Der 21-jährige Kroate Enrico Marotti fuhr fast immer vorne mit bei Leadern wie Andrea Cucchi, Jimmy Diaz oder Vincent Langer (Jahresbester DWC). Bei einem Crash zerstörte der hochmotivierte Enrico sogar Jimmys Board.
Die nächste, langersehnte Vollgasperiode startete am 13. Januar, hielt aber nur drei Tage. Der Nordost wehte zwar konstant weiter, aber eine knappe Woche durften sich wiederum nur die Freerider und die Slalompiloten freuen.

Laut der positiven Prognosen (40kn!) sollte es nun aber richtig losgehen. Mit 4,2 ging es gleich richtig ab und zusätzlich drehte der Swell auf Nordost.


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An den beiden folgenden Tagen ballerte es, als sollte die Januarstatistik ordentlich gepuscht werden - Dreisieben war das Tuch der Wahl und die Wellen boten klasse Abreit- und Sprungbedingungen, allerdings auch den ein oder anderen Waschgang in das scharfkantige Riff vor'm Bunker.

Entspannter ist es an solchen Tagen dann an der Mole, da hier die Wellen an einer Riffplatte entlang brechen und Waschgänge immer im Tiefen enden.
Nach vier Tagen wurde es wieder ruhiger in Cabezo und in der Südbucht dominierten wieder die ganz großen Segel auf den schnellen Brettern bis sich der Wind zum Monatsende gänzlich verabschiedete.

Mit nur 10 Tagen fürs Wavezeug kann sich der Januar zwar nicht mit Ruhm bekleckern, aber wenn wir alle Tage für großes Equipment mitzählen, kommen wir auf immerhin 65%. Der Februar des letzten Jahres schaffte es auf 20 Waveboardtage - schauen wir mal, ob das zu knacken ist...

Beachcam: www.medanoguide.de


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