Weißenhaus

Nordwestwind in der Hohwachter Bucht
Surfreport vom 22.05.2013

Ein Blick durch die Scheibe des Bootshauses am Strand lässt Zweifel aufkommen - ist Weißenhaus heute der richtige Spot? Die Vorhersage passt eigentlich perfekt, aber anstatt Sturm aus Nordwest donnern hier nur dicke Regentropfen auf die Holzbänke der Terrasse.

Grauer Himmel und Dauerregen seit gefühlt 48 Stunden war schon beim Packen des Wagens eine echte Motivationsbremse, aber nach einer Verletzungspause sollte es heute wieder aufs Wasser gehen - Surftag Nr. 1 auf der Ostsee.
15:00 Uhr und nur eine handvoll Autos auf beiden Parkplätzen, das kennt man eigentlich anders. Doch weiterfahren nach Heiligenhafen? Schnell per Windfinder-App das Wettergeschehen gescheckt und dem Spot eine Chance gegeben. Besser kann die Vorhersage eigentlich nicht sein, bei vorhergesagten 10-14 m/s aus Nordwest muss man eigentlich das Ticket für W'haus lösen.

16:00 Uhr - es füllt sich, die Parkplätze direkt am Bootshaus sind schnell belegt, der Regen lässt nach und auch der Wind legt langsam zu.


Weißenhaus

Beim Blick aufs Wasser sind schon nette Wellen zu sehen, ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Wind weiter draußen schon ordentlich Druck macht. Da legen wir uns doch gleich das 4,6er zurecht...

Eine halbe Stunde später geht es los... und macht direkt Spaß. Endlich wieder Gleiten, Springen & Wellen abreiten. Das Wasser ist wärmer als gedacht, die dicke 6/4er Pelle mit Haube schnell zu warm.
Die Bedingungen lassen keine Langeweile aufkommen, es geht immer mehr zur Sache und nach einer Stunde muss ein kleineres Segel her. Der Spot hat sich gut gefüllt - Rush Hour in Weißenhaus wie eh und je an guten Tagen.

Gegen Abend wird es immer besser, kraftvolle Wellen brechen teilweise kopfhoch. Auch die Sonne arbeitet sich langsam durch die Wolkendecke und taucht die Hohwachter Bucht in ein goldenes Abendlicht. Noch ein paar Fotos schießen und um halb zehn ab nach Hause... der Ausflug hat sich gelohnt.


Weissenhaus
Hohwachter Bucht