Kegnaes
Kegnæs, 6. Oktober 2014 - Kaum ist der World Cup auf Sylt vorbei, legt der Wind richtig los. Für Montag, den 6. Oktober gab es eine nahezu perfekte Vorhersage für den dänischen Spot Kegnaes. Ost-Südostwind mit 7 Beaufort, über den Tag zunehmend auf Sturmstärke. Das hörte sich zu gut an, um den Tag im Büro zu verbringen. Mit um die 16 Grad sollte es zudem angenehm mild bleiben und sogar die Sonne scheinen. Einem gefühlt spätsommerlichen Surftag standen also nur 145 Kilometer Anreise aus Kiel im Weg, die sich per Autobahn bis kurz vor dem Spot leicht runterspulen ließen.
Kegnaes
Marius rotiert im 3. Stockwerk
Die Schranke am Sønderkobbel Campingplatz öffnete sich für die obligatorischen 7 EUR, geparkt wird auf einer Wiese direkt am Wasser. Stefan und Jens waren die ersten bekannten Gesichter, die gerade aufgeriggt hatten und vor der Spätschicht noch eine Session einlegen wollten.

Noch war der Himmel bedeckt, dafür passte bereits das 4.0er und schöne Wellen rollten über die Sandbank.
Wenig später war auch mein Stuff für den Einsatz geriggt. Auf dem Wasser dann eine weitere erfreuliche Erkenntnis: Seegras nicht in Sicht, angesichts der Ostsee-Sessions der letzten Monate eher eine Seltenheit.

Nach zwei Stunden auf dem Wasser füllte sich der Spot. Zeit für eine Pause, um später noch Mal aufs Wasser zu gehen.
Kegnaes
Marius - Backside Aerial 360
Auf dem Wasser ging es hoch her, die Wellen ließen hohe Sprünge und lange Ritte zu. Über den Tag wurde es bei zunehmendem Wind auch ziemlich choppy, dafür verzogen sich die Wolken und die Sonne verwandelte den Spot in eine glitzernde Arena. Fette Backloops, hohe Frontloops - in der Pause wurde es beim Zuschauen vom Strand aus nicht langweilig. Immer mehr Surfer reisten an, wer konnte hatte früh Feierabend gemacht, um noch ein paar Stunden auf dem Wasser mitzunehmen.
Kegnaes
Airwalk
Inzwischen war das 3,7er ne gute Wahl, es sei denn man heißt Gunnar Asmussen und ballert wie auf der Slalom-Zielgeraden mit 4,7er auf die Wellen zu, um sich in hohe, verzögerte Frontloops zu stürzen. Mit einsetzender Abenddämmerung wurden auch die Wellen noch höher, die Sonne verschwand orange-rot leuchtend hinter den Wolken am Horizont und tauchte den Spot in ein schönes Licht. Noch ein Schlag, dann geht's zurück an Land und ab nach Hause…
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Gunnar gibt Gas mit 4.7qm
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Der goldene Oktober