Japan

Miyako Island - Die japanische Überraschung

Der PWA Profi Andrea Cucchi berichtet über Miyako Island. Der überraschende Spot passt so gar nicht in das weit verbreitete Bild des industrialisierten Japans…

Wer hätte das gedacht? Zwischen den japanischen Hauptinseln und Taiwan liegen einige Eilande, die nicht mit dem weit verbreiteten Bild des dichtbesiedelten, hochindustrialisierten zusammenpassen.

Ich bin in meinem Leben weit gereist, aber ich hätte nie gedacht, dass es diesen Teil Japans gibt. In den Neunzigern gab es den PWA World cup in Omaezaki, der immer der windigste Event der ganzen Tour war. Generell war mein Bild von eher vollen Spots geprägt, die nicht gerade paradiesisch erscheinen.
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Immerhin muss man von Tokio aus, zwei Stunden in Richtung Süden fliegen, um die Inseln zu erreichen. Die Koralleninseln, die sich bis nach Taiwan erstrecken, gehören alle zu Japan.

Auf den größeren Inseln wie Okinawa oder Ishigaki kann man dann in kleinere Flugzeuge umsteigen, die die ebenfalls kleineren Inseln bedienen. Daneben gibt es aber auch Schnellfähren, die von Insel zu Insel zischen.
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Die Anreise ist von Europa aus recht lang. Mindestens zwei, maximal vier Flugzeuge wollen bestiegen werden und der Flugpreis liegt so um die 1000 Euro. Aber die Lebenshaltungskosten auf den Inseln entsprechen europäischem Stand. Ich habe es als erschwinglich empfunden.
Auf den Inseln zu landen ist ein Schock! Ich hatte nicht erwartet, dass es hier eher so aussieht, wie auf den Malediven oder auf Tahiti. Die Vegetation ähnelt der Hawaiis. Wellen laufen auf Korallenriffe, das Meer ist kristallklar und die Strände sind blendend weiß.
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Ich war einmal im Winter in Tokio. Dort flog ich bei Temperaturen von 5°C ab und ich erreichte Ishigaki bei 23-25°C. Ich war von meinem Japanischen Importeur eingeladen worden, an der Miyako Classic teilzunehmen. Die entsprannte Regatta ist für alle Könnensstufen offen. Als ich auf der Insel ankam, wunderte ich mich wieder über die Ähnlichkeit zu Maui. Die Temperaturen waren ziemlich hoch. Über 35°C zeigte das Termometer an und die Luftfeuchtigkeit war sehr hoch. Die Wassertemperatur war ebenfalls sehr hoch. Gefühlt waren es 30°C.
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Die beste Zeit zum Windsurfen ist allerdings von September bis April. Die Temperaturen liegen dann nachts bei etwa 20°C, am Tag etwas höher und der Wind weht meist mit über 20 Knoten. Im Sommer gibt es immer noch Wind, aber er ist schwächer und weht mit 10 - 25 Knoten.
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Miyako ist über Brücken mit anderen Inseln verbunden. Alle Inseln bieten sich für ausgedehnte Entdeckungstouren an. Schnorcheln, Wellenreiten, SUPen, Radfahren, Golfen sind nur einige der Aktivitäten, die sich dort anbieten. Man kann jeden Abend in anderen Restaurants essen und auch wann man will, viele Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten sind 24 Stunden am Tag offen.

Im nächsten Jahr wird es einen PWA Slalom geben, aber der wird eine Stunde von Tokio entfernt stattfinden, aber es gibt auch Pläne einen Event in Miykao abzuhalten. Es wäre sicher ein Traum in diesem Paradies einen PWA Wettkampf zu sehen.
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