Teneriffa Report - März 2016
André Ludewig lässt den Monat März auf der Kanareninsel Teneriffa Revue passieren. Dazu gibt es großartige Fotos von Andrzej Jozwik und Swotch Szabolcs Gavallér.

Der Monat März steht symptomatisch für den gesamten Winter mit seinem Auf und Ab in Sachen Wind. Eigentlich haben ihn die meisten als einen eher schwachen Monat im Gedächtnis, die Statistik zeigt uns aber einen recht typischen Wintermonat. Auf immerhin 14 Tage kamen alle Waver, die auch ein "großes" Fünfdreier im Portfolio haben. Aber auch das Dreisiebener war zumindest an zwei Tagen das Tuch der Wahl.
Los ging es in der ersten Woche mit einem stetigen Wechsel zwischen 4,7 und Slalommaterial. Am 6.3. stabilisierte sich der Passat und ballerte 5 Tage ausschließlich für die kleinen Tücher mit ordentlichen Wellen.

In den nächsten knapp zwei Wochen konnten regelmäßig nur die Slalomjungs trainieren, dh. der Nordost blieb uns zwar erhalten, schaffte es aber so gut wie nie über die 20-Knotenmarke.
Teneriffa Report - März 2016
Alternativ sind dann viele der notorischen Verweigerer großen Equipments gerne mit dem MTB unterwegs, doch leider sind die meisten der interessanten Strecken im Anaga- und Tenogebirge für Zweiräder gesperrt. Aber wo man mit dem Fahrad nicht hin hinkommt, kann man auch mit anderen sportlichen Ambitionen die teils atemberaubenden Ausblicke dieser schönen Insel bewundern: Trailrunning!

Einige der Jungs hier sind da auch recht ambitioniert unterwegs, so ließ ich mich ein paar Mal überreden, mit Schnappatmung über die Berge zu hetzen.
Bei einer Überquerung des Anagagebirges kommen dann schonmal schnell über 20 km und 1500 Höhenmeter zusammen. Diese neue Herausforderung zusammen mit den neuen Möglichkeiten von Naviapps und Offlinekarten mit weniger bekannten, alten Wegen machen Lust auf Mehr im nächsten Winter.

Die richtigen Schuhe mit 4cm Dämpfung und breiter Standfläche sind aber obligatorisch.
Teneriffa Report - März 2016

Am 22ten gab Jochen Stolz Windalarm in Las Americas - das Viersiebener reichte zwar, doch schickte der Atlantik so gut wie keine Wellen an die sonst vom Nordwestswell verwöhnte Küste. Für die nächsten fünf Tage drehte der Wind nochmal in Médano rein und die Fünfer Segel dominierten in der Südbucht, an der Mole und dem Worldcupstrand Cabezo.

Rückblickend war es ein außergewöhnlicher El Niño-Winter mit, zumindest bis Ende Februar, ungewöhnlich hohen Temperaturen und sehr vielen Tagen für großes Equipment.

So wurde das TWS-Slalomtraining zu einem großen Erfolg und wir dürfen gespannt sein, wie die Teilnehmer die nationalen und internationalen Wettbewerbe in der aktuellen Saison aufmischen. Das war der letzte Report in diesem Frühjahr. Für mich geht es ab sofort wieder mit Haube, 5/4er Anzug und den dicken Atanschuhen auf die Ostsee.
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