IWT / PWA Windsurf World Cup Australien
Jaeger Stone und Sarah Kenyon siegen
Wie geplant konnten in Margaret River am Dienstag im Hauptfeld die Siegerinnen und Sieger ermittelt werden. Dabei gab es durchaus Überraschungen, die auf den ersten Blick so nicht erwartet worden waren.
Philip Köster schied im Halbfinale aus. 10,30 Punkte konnte er dort einfahren und musste sich damit hinter dem 24-jährigen Dänen Simon Thule (12,90 Punkte) und dem jungen Local Jake Ghiretti (11,72 Punkte) einordnen. Damit war das Spiel für den Vorjahressieger vorbei.
Ganz anders spielte Julian Salmonn auf. 14,37 Punkte erzielte er im ersten Heat. Dann schaffte Julian nochmal 14,23 Punkte im Halbfinale. Nur einer war bis dato besser. Jaeger Stone katapultierte sich mit 14,80 Punkten ins Finale und traf dort auf Julian Salmonn, Simon Thule und Jake Ghiretti.
Wieder zeigte sich Salmonn in sehr guter Form. Der Deutsche hatte einen Podiumsplatz eigentlich fest im Blick. Auf der Gegenseite ließ Jaeger Stone nichts anbrennen. Er überzeugte die Punktrichter und wurde mit 15,81 Punkten auf Platz eins gewertet. Jake Ghiretti lieferte kurz vor Schluss noch einen sehr hoch bewerteten Ritt, der ihn auf Platz zwei katapultierte. Und dann gab es da noch das eine Quentchen Pech für Julian Salmonn. Er schaffte genau wie Simon Thule 12,90 Punkte. Durch das Kleingedruckte im Regelwerk bedeutete das Platz drei für Thule und Platz vier für Salmonn.
Jaeger Stone: »Dieses Jahr lief es für mich etwas besser, die Bedingungen waren großartig und es hat viel Spaß gemacht“, sagte Stone dankbar. „Ich bin jeden Heat so hart gefahren, wie ich konnte, so wie ich es immer versuche. Ich genieße es wirklich, hier alles zu geben und zu spüren, wie herausfordernd das Windsurfen hier ist. Gegen andere Top-Windsurfer und Profis der World Tour zu gewinnen, ist ein schöner Moment für mich.
Ich erwäge, dieses Jahr zu ein paar Events zu fahren. Ich werde definitiv nicht die gesamte Tour mitmachen, aber Events wie Fidschi und Chile habe ich schon seit einiger Zeit im Blick und hoffentlich bin ich dieses Jahr etwas flexibler mit meiner Arbeit. Chile ist ohnehin ein Land, das ich sehr gerne besuchen würde, und ich bin schon seit einigen Jahren sehr daran interessiert, an dem Event dort teilzunehmen, da es anscheinend jedes Jahr größer und besser wird. Mal sehen, ob das klappt.«
In der Frauenwertung reichten vier Heats um das Endergebnis zu ermitteln. Sybille Bode war als eine von insgesamt sechs Teilnehmerinnen für Deutschland am Start. 4,87 Punkte. Aus in der Ersten Runde.
Die junge Lokalmatadorin Sarah Kenyon trumpfte dagegen auf. Sie gewann das Finale mit 9,33 Punkten knapp vor Jane Seman (9,27 Punkten) und – den Namen haben wir in einem World Cup lange nicht gehört – Karin Jaggi. Die Spanierin Maria Andres kommt auf Platz vier.
Am Ende gewann also die Jugend, aber Jane Seman und Karin Jaggi haben einmal mehr bewiesen, dass man auch mit Mitte 50 im Windsurfen auf Spitzenplätze fahren kann.
Sarah Kenyon: »Ich habe sehr viel Zeit in Margaret River verbracht, und es ist wirklich schwer zu wissen, wann man die Wellenlippe richtig erwischt. Die Zeit, die ich hier verbracht habe, hat mir sehr dabei geholfen, die Wellen lesen zu lernen. Margaret River ist ein Spot, an dem ich sehr gerne surfe, weil ich dort einfach nicht so nervös bin. Ich finde es spannend, den anderen Mädels und Jungs beim Surfen zuzusehen, und das motiviert mich, mich selbst zu pushen. Und die Wellen sahen so krass aus, dass man einfach rausgehen wollte.«
04.02.2026 © DAILY DOSE | Text: Christian Tillmanns