Mayo Mayhem 2026
Malcolm Scott berichtet vom legendären irischen Wave-Event Mayo Mayhem. Der Drei-Sterne-World-Cup bot in diesem Jahr besonders gute Bedingungen.
Starker Wind, riesige Wellen, unglaubliche Leistungen und ein internationales Teilnehmerfeld. Das „Mayo Mayhem powered by RWE 2026“ bescherte ein unvergessliches Wochenende an Irlands wilder Atlantikküste.
Noch eine Woche vor der Veranstaltung gab es Zweifel, ob es ausreichend Wind und Wellen geben würde. Doch der Atlantik überraschte uns! Was folgte, war wohl das bisher krasseste „Mayo Mayhem“ überhaupt: Rider aus ganz Irland, Großbritannien, Frankreich, Polen und darüber hinaus reisten an, um unter unglaublichen Bedingungen gegeneinander anzutreten.
Freitag: Cross Beach. Es geht los.
Nach einem grandiosen Warm-up am Donnerstag in Elly Beach und Cross Beach ging der Wettbewerb am Freitag am Cross Beach los.
Südwestwind, ein kräftiger Atlantik-Swell und strahlender Sonnenschein sorgten für einen perfekten Eröffnungstag. Fast 20 Heats wurden in den Kategorien Amateure, Frauen, U18 und Pro absolviert, bevor eine gewaltige Springflut schließlich den Wettkampf unterbrach.Die Stimmung war ausgelassen, das Niveau bereits hoch, und alle wussten, dass das Beste noch bevorstand.
Samstag. Elly Beach geht ab.
Der Samstag bot genau die Bedingungen, wegen denen alle angereist waren. Starker Side-Shore-Wind, logo- bis masthohe Wellen verwandelten Elly Beach in eine spektakuläre Wettkampfarena. Segelgrößen zwischen 3,4 mbis 3,7 m wurden gefahren.
Als die Wellen höher wurden und der Wind weiter zunahm, stieg das Niveau. Riesige Forwards, Backloops, Push-Loops und kraftvolle Wellenritte sorgten für Nervenkitzel..
Hauptwertung: Jean Baptiste Cloarec holt den Sieg
Im Finale trafen die Franzosen Baptiste Cloarec und Nicolas Quéméner, der Brite Lucas Meldrum sowie der Ire Julius Byrne aufeinander.
Meldrum schien zu Beginn unaufhaltsam und kombinierte seine Wellenritte mit technisch guten Sprüngen. Auch Byrne war in Topform, während Cloarec mit riesigen Backloops und einem spektakulären einhändigen Goiter nach und nach an Schwung gewann.
Dann, in den letzten Minuten, landete Cloarec einen gewaltigen Push-Loop, erzielte damit 8,67 Punkte und sicherte sich den Sieg mit einer Gesamtpunktzahl von 31,37 in diesem Heat.
Ergebnisse der Profis
1. Baptiste Cloarec – Frankreich
2. Lucas Meldrum – Großbritannien
3. Nicolas Quéméner – Frankreich
4. Julius Byrne – Irland
Amateure: Mark Henderson holt den Sieg
Die Amateure lieferten sich während des gesamten Wochenendes einen harten Wettkampf, der in einem Finale gipfelte, das unter den härtesten Bedingungen des Events ausgetragen wurde.
Bei bis zu masthohen Wellen, lieferten sich Mark Henderson und Pawel Jankowski einen spannenden Zweikampf.
Ein sauberer Forward Loop erwies sich als entscheidend und brachte Henderson die nötigen Punkte, um sich vor Jankowski den Titel zu sichern, während der irische Rider Cathal Clarke das Podium vervollständigte.
Ergebnisse der Amateure
1. Mark Henderson – Großbritannien
2. Pawel Jankowski – Polen / Irland
3. Cathal Clarke – Irland
4. Clément Créach – Frankreich
Frauen: Die Lokalmatadorin gewinnt.
Die Frauen lieferten sich wieder einmal einen fantastischen internationalen Wettkampf, bei dem die irischen Fahrerinnen Amy O’Donnell und Aoife Cooke im Finale auf die französischen Herausforderinnen Taina Postec und Maïwenn Deffontaines trafen.
Bei anspruchsvollen Wind- und Wellenbedingungen zeigte die Lokalmatadorin Amy O’Donnell eine brillante Leistung und sicherte sich den Sieg in heimischen Gewässern.
Ergebnisse der Frauen
1. Amy O'Donnell – Irland
2. Taina Postec – Frankreich
3. Maïwenn Deffontaines – Frankreich
4. Aoife Cooke – Irland
The next Generation
Eine der größten Neuerungen für 2026 war die Einführung der U18-Wertung. Joshua Roberts, Oscar Roe, Mateusz Lotocki und Sam Comey zeigten unglaublichen Enthusiasmus und Mut.
Da Wind und Wellen weiter zunahmen, brach das Sicherheitsteam den Jugendwettbewerb schließlich ab. Joshua Roberts sicherte sich zwar den ersten U18-Titel, doch alle vier jungen Surfer verdienen große Anerkennung.
Nach Abschluss der Vorläufe kehrten alle zum Unas Pub in Blacksod zurück, wo die Preisverleihung, Essen, Getränke und die legendäre „DJ Mayhem“-Party auf sie warteten.
Und das Surfen war damit noch lange nicht vorbei! Der Sonntag brachte fantastische Bedingungen an Cross Beach und Faulmore, und diejenigen, die noch geblieben waren, wurden am Montag in Elly mit einer weiteren Session mit riesigen Wellen belohnt.
Was das Mayo Mayhem so besonders macht, sind nicht nur die Ergebnisse. Es ist die Atmosphäre, die Freundschaften und der Anblick internationaler Fahrer, irischer Einheimischer, engagierter Amateure und junger Talente, die sich die gleichen Wellen teilen.
17.10.2026 © DAILY DOSE | Text: Christian Tillmanns | Fotos/Grafiken: Mayo Mayhem / Marco Cavalleri, Maleen Hoekstra, Matthew Burridge, Conor Ryan | Translation: EN