WWT/PWA Wave-Ranking
Die WWT/PWA Wave-Tour geht in ein furioses Finale. Bei der Interpretation der Rangliste sollte man aber vorsichtig sein.
Die kombinierte WWT/PWA Wave-Tour geht mit Events auf Sylt, Maui und in Chile in ein furioses und hochkarätiges Finale. Diese Events haben jeweils fünf Sterne und werden mit der höchstmöglichen Punktwertung in die Weltrangliste eingehen.
Während auf Sylt Sprünge nochmals eine große Rolle spielen könnten, ist zu erwarten, dass bei den Veranstaltungen auf Maui und in Chile eher das Abreiten der Wellen ausschlaggebend sein wird.
Der Blick in die aktuelle Wave-Weltrangliste ist aus deutscher Sicht erfreulich. In der Frauenwertung liegt Lina Erpenstein auf Platz eins. Maria Behrens belegt den zweiten Platz. Marc Paré und Philip Köster teilen sich laut WWT den ersten Platz der Wave-Rangliste.
Die aktuelle Berechnung der WWT-Rangliste bezieht nicht alle Regeln ein
Die Rangliste definiert, wer am Ende Weltmeister wird. Es besteht jedoch laut einer Mitteilung der PWA an DAILY DOSE zwischen WWT und PWA keine klare Vereinbarung, insbesondere in Bezug auf die Punktvergabe der Vier- und Fünfsterne-Events.
Bei der WWT sieht man das grundlegend anders, räumt aber ein, dass beispielsweise Tie-Break-Regeln in der WWT-Rangliste (noch) nicht angewendet werden. Gleichzeitig weist das grundlegende WWT-Dokument die PWA als maßgeblich für das Setzen der Regeln aus. Uneinigkeit kann also nur dann entstehen, wenn die Regeln der PWA nicht 1:1 durchgereicht werden.
Die PWA sanktioniert mit ihrem Special-Event-Status des Weltsegelverbandes die Veranstaltungen der WWT. Der Beziehungsstatus zwischen der PWA und der WWT kann durchaus als kompliziert beschrieben werden.
Die Grundregeln laut WWT
Laut WWT werden in der Profi-Wertung die vier besten Resultate (Events) pro Fahrer gezählt. Die Fahrer können dabei an so vielen Wettkämpfen teilnehmen wie sie wollen.
Wellenreit-Spezialisten wie Bernd Roediger können also mit den beiden Events auf Maui, sowie den Veranstaltungen auf Fidschi und in Chile vier zählende Events erreichen. Sprungstarke Fahrer wie Philip Köster können bei World Cups wie Gran Canaria, Teneriffa oder Sylt setzen, in denen Sprünge eine stärkere Rolle spielen. Damit können die Fahrer in unterschiedlichen Windsurf-Welten für die gleiche Rangliste Punkte sammeln. Es ist sogar möglich, dass sich Top-Fahrer im Kampf um den Titel kaum begegnen.
Mit diesem System und der aktuellen Anzahl an Veranstaltungen ist es nicht unwahrscheinlich, dass einzelne Top-Fahrer am Ende mit einem Punktgleichstand aus der Saison gehen und dann werden die aktuell nicht angewendeten Tie-Break-Regeln entscheiden.
Endspiel mit unklarem Ausgang
Klar ist, dass die Rangliste im Hinblick auf die noch ausstehenden Events, das aktuell unvollständig abgebildete Wertungssystem, sowie die von der PWA angeführte Uneinigkeit zwischen PWA und WWT gehörig durcheinandergewirbelt werden könnte.
Es bleibt auf vielen Ebenen spannend.
Links:
Rangliste Männer: www.worldwindsurftour.com/rankings/W94592
Rangliste Frauen: https://www.worldwindsurftour.com/rankings/W94592?division=D96887
20.08.2026 © DAILY DOSE | Text: Christian Tillmanns | Fotos/Grafiken: John Carter, PWA, WWT | Translation: EN