Antwort, 21.01.2007 01:09 von olli1111
Hi noch mal gebeo!
"der unterschied für "anfänger (s.o)" wie mich zb zwischen 101l und 122l ist vom schwierigkeitsgrad her enorm, oder?"
Auch das kann man leider nicht so einfach beantworten, da es von Brett zu Brett variiert (Volumenverteilung, etc).
Bei gleichem Gewicht, bin ich mit ähnlichem Können früher auch locker Bretter in der Volumensklasse gefahren. Das sollte für Dich keine große Umstellung sein. Du musst Dir nur klar darüber werden, dass Deine Motorik schon eine Zeitspanne braucht um sich auf die notwendigen etwas feinfühligeren, flüssigeren Bewegungen einzustellen - also nicht frustriert sein, sondern stell Dich drauf ein, es wird nach 'ner Zeit automatisch besser.
Zum Thema Brett noch mal: Ein Brett mit 120 Litern ist für jemanden in Deiner Gewichtsklasse, meiner Meinung, nichts Ganzes und nichts Halbes. Zu wenig Volumen um bei oberhalb mittlerer 3bft ins Gleiten zu kommen, zu viel um bei richtig Wind damit komfortabel zu fahren. Und nur weil es ein Bißchen weniger kipplig ist, lohnt sich die Anschaffung in meinen Augen nicht.
Für Mittelwind reicht der Axxis, den Du hast, locker. Da wirst Du Dich eher wundern, wie gut der (trotz seines älteren Shapes) mit heutigen Brettern mithalten kann - beim Tricksen wie auch beim Angleiten/Heizen und in Manövern. Bei echten 4 mit 7m² kommt er mit etwas Pumpunterstützung zügig ins Rutschen. Aber wie gesagt, bei mittleren 5 geht auf dem Teil schon richtig die Luzi ab. Ich kann ihn zwar bis obere 6 fahren, es kostet mich dann aber viel mehr Konzentration und Energie als auf einem leichter kontrollierbaren Board.
Wenn Du also was zum Gleiten und Heizen bei Leicht- bis Mittelind suchst, dann lieber >=135 L (z.B. Carve 133 oder Hifly Free 142) und den Axxis für die ersten Gehversuche auf nem kleinen Brett. Da er bei abflauendem Wind flüssige und präzise Bewegungen verlangt, lernst Du die auch direkt richtig. Solltest Du Dir dann ein Brett suchen wollen, dass noch vielseitiger ist und sich länger/kontrollierter fahren lässt, würde ich zu einem kleinen Freemove à la Tabou Rocket 61/64, Angulo SuperGu 112/Sumo 105, Fanatic Eagle 101, etc. oder noch kleiner greifen.
Der Umstieg auf ein kleines Brett ist für jemanden, der Wasserstart kann auch nicht die Welt. Du musst nur beim Dümpeln oder bei Manövern in Verdrängerfahrt deutlich näher am Mast sein, als beim großen Brett und die Bewegungen müssen flüssiger kommen. Genial wäre es zudem, wenn Du die ersten Versuche in nem Stehrevier machen kannst (Leucate, Harderwijk, etc.), oder irgendwo, wo der Wind halbwegs konstant im Gleitbereich liegt.
Cheers,
Oliver