Antwort, 17.02.2007 13:12 von olli1111
Hallo Andreas!
Bei den beiden genannten Brettern hab ich starke Zweifel, ob sie ein 9.0er verkraften. Die 50 Euro für die Finne würde ich mir sparen. Da ich glaube, dass keines der beiden Bretter wirklich mit 9.0 klarkommt, wäre das Geld für die Finne zum Fenster rausgeschmissen. Ich würde den Shark verkaufen und dann das Geld vom Erlös und die 50 Euro für die Finne in Dein neues Brett stecken. Ein guter Shape mit 145 Litern deckt einen breiten Windbereich ab. Je nach Körpergewicht, Shape und Finne, kann das bis in die mittleren-oberen 5 bft gut funktionieren. An diesem Punkt spätestens stehst Du dann eh wieder auf Deiner Bee.
In puncto Finnen bin ich eigen. Ich fahre Finnen von Select, Hurricane, Curtis und Lessacher und bin damit seit vielen Jahren sehr zufrieden (zusätzlich zu den original Finnen der Bretthersteller). Ich habe im Laufe von 2 Jahrzehnten viele Finnen unterschiedlicher Hersteller ausprobiert und bin zum Schluss gekommen, dass ich lieber etwas mehr ausgebe, dafür aber jahrelang echten Spaß habe und mich dann nicht mit überflüssigen Spinouts und reduzierter Endgeschwindigkeit rumschlagen muss.
Die von Dir angesprochenen Seegrasfinnen sind wirklich eine Alternative. Am Etang de Leucate und am Veluwemeer kommen sie bei mir zum Einsatz. Auch hier habe ich einige ausprobiert und bin schließlich bei der Chamäleon von Lessacher hängengeblieben, mit der ich gerade bei großen Segeln nie spinouts hatte. Bei rund 80 Kg und 8.5 -9.5 m² komme ich mit einer 36er Chamäleon bombig hin (Es hängt aber viel von Deinem Körpergewicht und Deiner Fahrtechnik ab).
Was die Größe der Finne angeht - und den damit verbundenen Einsatzbereich - kann ich mit einer guten 52 Freeride (oder mit der 36 Seegras) auch 7.5 fahren. Klar dreht das Brett etwas schlechter aber da sie dann eh in einem großen Brett steckt, tut mir das nicht weh und bei einem Brett in dieser Klasse (145 Liter) wird meistens eh eine Finne von 44 cm aufwärts mitgeliefert, sodass Du auch hier eine Alternative hast.
Wie ich aber schon im letzten Post sagte, finde ich es unklug, ein großes Segel mit Gabel und Mast für viel Geld zu kaufen und dann an der Finne sparen zu wollen. Damit ruinierst Du Dir unter Umständen den ganzen Spaß.
Die Zwei-Brett-Lösung finde ich auch sinnvoller. Erstens schleppst Du ein Brett weniger mit und wenn das große Brett für Dich rund läuft, wann soll dann das 125 Liter Brett zum Einsatz kommen? Sollte noch jemand eines der Bretter fahren, wäre es sicherlich unklug den Shark zu verkaufen, aber wenn Du die 3 für Dich alleine hast und ihren Einsatzbereich betrachtest, sind die Überschneidungen doch ziemlich groß.
Cheers,
Oliver