Antwort, 14.06.2006 14:34 von ogJeff
Wer einen ähnlichen Spot hat, kann mir mal schreiben, wie er ihn meistert.
Schönen Gruß,
Frank[/QUOTE]
Tach Frank,
das kommt mir leider sehr bekannt vor.
Ich sag nur:
Binnensee -also Flachwasser-,
Buchten mit Windlöchern,
ständig drehender Wind
begleitet von leichten bis heftigen Böen.
Also hier meine Tipps (ohne Gewähr ;-) ):
#1- das passende Segel wählen...
z.B.: lieber weniger m² und langsamer bei Normalwind
dafür entspannter durch die böse Böe. = So kann man gut ein Gefühl dafür entwickeln und wird routinierter. Dann langsam mehr m²... .
#2- das Brett sollte anfangs relativ viel Volumen haben um kippstabieler unterwegs zu sein. = Bietet den großen Vorteil das man sich ganz auf das (von Dir erwähnte) unruhige Rigg konzentrieren kann. Dann langsam weniger Volumen... .
#3- vielleicht mal darüber nachdenken zum Üben die Trapetztampen vom Gabelbaum zu entfernen oder ganz ohne Trapetz zu proben. = So bleibt man nicht ungewollt hengen und hat mehr Platz/Spielraum um das Rigg bei Bedarf dicht am Körper vorbei führen zu können. Ist anstrengend brinkt´s aber...
#4- betrifft wiederrum das Rigg...
Der perfekte Trimm für dein Wetter:
-zuerst solltest Du mit einem eher kleinerem Segel experimentieren.
z.B.: wenig m² Segel mit viel Bauch für weniger Gewicht und mehr Vortrieb bei noch gutem Handeling Eigenschaften.
o. wenig m² Segel mit weniger bis gar keinen Bauch für das selbe Gewicht mit weniger Vortrieb bei besseren/leichteren Handeling Eigenschaften.
Hier am besten alle erdenklichen Einstellungsmöglichkeiten durch testen und das für Dich am angenehmsten wählen... einfahren... und langsam m² erhöhen und Board Vol. senken.
Das Gilt auch für Deine großen Segel...
So jetzt hast Du erst einmal etwas zu tun glaube ich. ;-)
Aber jetzt noch kurz zwei drei Sachen zur Fahrtechnik:
-Böen überstehst Du besser wenn Du auf die Wasseroberfläche achtest und Dich bei nahendem kabbelwasser schon einmal physisch (Gewichtsverlagerung+Körperhaltung) auf das Herreinbrechen der bösen Böe vorbereitest insofern das möglich ist.
Zur Not Segel nur mit Masthand festhalten und dem Segel ermöglichen dem Druck nachzugeben... (kann schon mal sehr wackelich werden). Danach aber wieder sofort dicht machen um die verlohrene Stabilität auf dem Brett zurück zu erlangen.
Diese Notlösung gelingt nach etwas Übung fast bei jeder Böe -egal wie stark- und spart Kraft weil Du das Segel nicht neu aufholen must.
-Von Böe zu Böe behältst Du auch gut Speed bei, wenn Du mit der Böe leicht abfällst und dann denn Schwung durch sofortiges leichtes dichtholen bei Flaute ausnutzt/mitnimmst um in fahrt zu bleiben bis in die nächste Böe hinein (im besten Fall gleitest Du so von Böe zu Böe). [Schlangenlinienartig halt -für die Lenkimpulse reicht oft die Fußsteuerung des Boards durch kippeln aus]
So das war es jetzt erst einmal von mir,
aber das sollte auch erst einmal genüggen denke ich.
Ich hoffe, dass das ein oder andere Dir etwas hilft.
Viel Spaß beim ausprobieren und viel Erfolg dabei,
ogJeff
jerome.jeffries@t-online.de