Antwort, 29.06.2013 01:20 von newt3
was das ebay angebot angeht:
als komplettangebot ok da es ja neu ist.
kaufen würde ich es trotzdem nicht.
der neukauf ist quasi sobald du es benutzt hast schnell nur noch ca 500-600 eur wert. (400 für board incl finne und 100-150 für das rigg). sprich 'ne menge geld verbrannt für material was du vermutlich nach einer saison wieder tauschen möchtest
problem einfach:
->das board mit 145-160 litern wird dir innerhalb kürzester zeit zu groß sein. bei deinem gewicht von 70kg reichen als aufsteiger dann schnell 110-125 liter.
->beim rigg ist ein epox mast dabei. der wiegt als 460er über 3kg. den kannste von der performance her absolut nicht mit einem carbonmasten vergleichen. spätestens wenn's ans lernes des wasserstarts geht wirste das ding verfluchen aber auch bei shotstarts (vorher oder auch später bei wenig wind) wirste das gewicht einfach spüren. mit performance sind die rückstellkräfte gemeint - das geht mit 40,50, 70 oder 100% carbon einfach besser als mit 0%(epoxi) oder 30% (einsteigerklasse bei den carbonmasten)
->baum ist nicht näer spezifiziert und wird irgendwas günstiges sein
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würd an deiner stelle auch suchen nach:
->freeride/freemoveboard um 110-125 liter
->segel solltest erstmal mit ca 5,8 und 6,4 klarkommen. größer macht für 'nen aufsteiger im handling erstmal keinen sinn. zum gleiten wirds bei 70kg und 6.4 'ne mittlere bis obere 4 brauchen. bei 3-4 bft bist erstmal nur am dümpeln. für's dümpeln und manöverüben ist das 5.8er handlicher - willste damit gleiten brauchte aber dann schon 'ne echte 5 mit tendenz nach oben
->mast mit 55-70 carbon. 100 wären natürlich noch besser aber die sind schon recht empfindlich und manchem anfänger/aufsteiger fehlt erstmal die gabe damit vernünftig umzugehen (nicht fallen lassen, gabel nicht zu eng klemmen, gabelbaum nicht hoch oder runterschlagen falls er zu tief oder hoch sitzt), masteischlag auf die boardnose durch falschen umgang mit dem rigg während eines sturzes usw.
mastlänge halt 430 oder 460cm je nachdem für was die segel geschnitten sind
->baum passend zu den segelgrößen. mit einem 165-215 oder 160-210 solltest da gut beraten sein
->finne sollte zum board und den verwendeten segelgrößen passen
letztendlich ist 'nen zu großes brett auf für aufsteiger nicht unbedingt förderlich:
->beim erlernen beach oder wasserstart taucht das heck zu wenig bis gar nicht ein. aufsteigen ist somit mitunter erstmal schwieriger
->beim trapezfahren das gleiche thema. je kleiner das board desto besser klappt das ein und aushängen
->nachdem man die riggsteuerung begriffen hat möchte man sie aktiv immer besser umsetzen. desto größer das board umso längern dauern die ganzen manöver.
und man sollte rechtzeitig eben auch die fußsteuerung lernen (auf nem riesen dampfer hat diese aber erstmal wenig einfluss)
->ein großes board verleitet dazu bei unsicherheit immer 'ne wende zu fahren statt einer halse. ist man dann auf einem kleineren brett existiert die angst vor der halse immernoch und 'ne wende wird je nach brettgröße und wellenhöhe schnellzur zitterpartie
mein fazit:
stehste halbwegs sicher auf dem cometen und beherschst riggsteuerung, wende, halse und evtl auch schon den beachstart dann nimm 'nen kleines board.
der kauf eines anderen anfängerdampfers ist dann überflüssig.
so schlecht waren die alten langen shapes mit schwert in der mitte nicht. dass ein moderner anfängerdampfer nun 75 oder 80 brett ist, läßt ihn zwar vielleicht etwas kippstabiler sein aber das wars dann auch schon. die breite hat übrigens auch den nachteil dass man bei kabbelwellen schnell seekran wird. die alten langen shaps sind da oft angehmer.
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ps:
das angebot von ulf97 klingt gar nicht so schlecht.
ist aber natürlich auch immer 'ne zustandsfrage.