Antwort, 12.03.2007 19:35 von olli1111
Hi Nobbi!
Schön, dass Du es zurück in den Sport geschafft hast! :)
Die Brettwahl klingt brauchbar, allerdings finde ich die Segelwahl für Anfänger eher weniger günstig (auf Deine Frau bezogen), da der Druckpunkt relativ hoch liegt und die Saber auch sehr direkt zu fahren sind, was es schwierig für Deine Frau gestalten dürfte, ein Gefühl für die richtige Anstellung an den Wind zu finden. Die Abstufung halte ich bei Deinem Gewicht auch für eher ungünstig. Die Segel haben heute viel mehr Twist als früher und man kann deutlich größere Segel fahren als noch vor 10 Jahren. Das Top twisted und lässt den überschüssigen Druck einfach raus. Bei Segeln mit viel Loose Leech und ner breiten Windrange, kann man so ganz locker 1.5m² raustrimmen, also auch das Segel im Vorhinein größer wählen. Bei mehr Wind kannst Du das Vorliek einfach weiter durchsetzen und hast so weniger Segelfläche. Bei weniger Wind steht Dir aber die volle Fläche zu Verfügung.
Wenn Du offen für Neues bist, teste mal sowas, wie das Thunderbird von Tushingham. Die sind deutlich einfacher zu fahren als das Saber, auch bei schwierigen Bedingungen, sind Spitze in Manövern, richtig schnell, Du findest einfach den richtigen Trimm und musst nicht ständig nachtrimmen und sie haben einen riesigen Windeinsatzbereich. Der Druckpunkt ist festzementiert, tief unten, Richtung Mastfuß und die Segel fühlen sich schön leicht an, sind auch für kleinere Personen leicht zu handlen. Für Deine Frau wären die deutlich einfacher zu fahren. Meine Frau fährt sie begeistert bis 8.0m².
Ich fahre bei gleichem Gewicht (wohl aber auf weniger belüfteten Binnenseen) 9.4, 8.0, 7.0 als große Segel und das 8.0er brauche ich fast nie. Daran kannst Du sehen, wie groß der Einsatzbereich ist. In Deinem Fall würde ich Minimum 7.5, besser 8.0 als Leichtwindsegel nehmen, dann 1.5 oder 2m² runter - dann die üblichen Abstufungen. Mit seiner Gleitstärke ist der 69er Rocket auch prädestiniert für diese Größen.
Was das Brett für Deine Frau betrifft: klingt vernünftig. Ich kenne den JP nicht, der Starboard Go ist aber auf alle Fälle bombig und läßt sich später sogar noch vernünftig fahren, währe ggf. eine Alternative.
Cheers,
Oliver