Fiji Surf Pro 2026
Cloud break liefert beste Bedingungen. Julian Salmonn mit guter Performance, Jaeger Stone verletzt.
Update 1 - 10.06.2026
Mit der Fiji Surf Pro veranstaltet die WWT im Rahmen der gemeinsamen Wave-Tour mit der PWA zurzeit einen Vier-Sterne-World-Cup. Vier Sterne bedeuten in diesem Zusammenhang, dass die Platzierungen mit einem Abschlag im Vergleich zu 5-Sterne-World-Cups in die Gesamtwertung der Tour eingehen. Diese Wertung ist abhängig vom Preisgeld, das ausgeschüttet wird.
Cloudbreak ist als Spot eine echte Hausnummer. Die Welle bricht über ein flaches Riff und hat als einer der besten Breaks der Welt entsprechend Power. Das bekam insbesondere Jaeger Stone zu spüren. Er verletzte sich bei der missglückten Landung nach einem fetten Aerial in der Hauptrunde an Tag zwei des Wettkampfs. Die Vor-Ort-Prognose sprach von einem möglichen Knochenbruch. Jaeger wurde per Speedboot ins Krankenhaus gebracht. Mit seiner Leistung gewann Jaeger dennoch das Heat und zog direkt ins Halbfinale ein. Ob er dort antreten kann, ist fraglich.
Wie der Wettkampf abläuft: Heat Order
Das bringt uns zum aktuellen Stand des Wettkampfs. Während die lediglich vier angetretenen Frauen drei Finalläufe mit jeweils allen Teilnehmerinnen fahren, läuft der Wettkampf der Männer über das übliche Eliminationsverfahren.
Nach zwei Qualifikationsheats startete das Hauptfeld in Runde drei mit vier Heats zu je vier Personen. Die vier Erstplatzierten zogen direkt ins Semifinale ein. Die vier restlichen Plätze der Semis werden über zwei Verliererrunden ermittelt. Der clevere Aufbau verhindert eine langwierige Double-Elimination und gibt trotzdem den Verlierern die Chance, einen Patzer auszugleichen.
Neben dem verletzten Jäger Stone zogen auch Bernd Roediger, Baptiste Cloarec und Antoine Martin ins Semifinale ein.
Die erste der zwei Verliererrunden wurde bereits ausgetragen. Hier kam Julian Salmonn als einziger deutscher Teilnehmer in seinem Heat auf Platz zwei hinter Camille Juban. Julian hat nun die Möglichkeit, sich im nächsten Heat gegen Morgan Noireaux, Russ Faurot und Takara Ishii ins Halbfinale einzuziehen. Dazu müsste er dort mindestens zweiter werden.
In der Frauenwertung wurden bislang zwei von drei Heats ausgetragen. Die Veteranin Jane Seman aus Australien gewann beide Heats. Ihre Landsfrau Sarah Kenyon und Maria Andres aus Spanien schafften jeweils einen zweiten und einen dritten Platz.
Damit hat Jane Seman den Eventsieg in der Tasche. Sie kommentiert das so:
„Die Wellen waren einfach unglaublich. Es war ein echter Adrenalinkick, auf so großen Wellen zu surfen, und das im Rahmen eines Wettbewerbs tun zu können, war ein wahr gewordener Traum. Die längeren Heats waren wirklich hilfreich, da wir in jedem Heat die Wellen besser kennenlernen konnten. Ich habe versucht, bei jeder Welle noch mehr aus mir herauszuholen, aber die anderen Surfer zu beobachten, war sehr inspirierend, und ich möchte unbedingt noch einmal zurückkommen, um mich auf das nächste Level zu bringen.“
Auf Fidschi sind nun noch ein Frauenheat und mit fünf Heats der Männer zu fahren. Damit sollten die Endergebnisse am Donnerstag feststehen.
10.06.2026 © DAILY DOSE | Text: Christian Tillmanns | Fotos/Grafiken: WWT / Maleen Hoekstra, Malte Øgelund | Translation: EN