Antwort, 10.10.2008 20:04 von jogi1111
Zitat: Zumindest nicht bei Gleitfahrt, wenn der leichte und der schwere Surfer halbwegs fahren können - und darauf war meine Aussage bezogen.
Um zu Gleiten, musst Du erst mal ins Gleiten kommen ;)
Und so lange ist es nun mal kippliger für den Schweren - keine Frage. Und das begrenzt natürlich seine Segelwahl !
Zitat:
Und am unteren Ende der Skala kann das Leichtgewicht auch dieselben Segelgrößen fahren wie der schwere Surfer - nur bei weniger Wind - aber diese Frage wolltest du ja ausklammern.
Wollte ich nicht und habe ich nicht !
Jedes Board wird ab einer bestimmten (hohen) Windstärke einfach unkontrollierbar - da kannst Du die Finne auch noch so klein wählen. Und für einen Leichtgewichtigen setzt dieses Problem der Unkontrollierbarkeit deutlich früher ein, als bei einem Schwergewicht - das sollte bekannt sein ! Und je stärker der Wind, desto kleiner werden die (absoluten und sogar die relativen) Unterschiede in den Segelgrößen, die ein leichter und schwerer Surfer fahren können - auch das ist eine Tatsache. Und jetzt braucht man nur noch 1 und 1 zusammenzählen ...
Zitat:
Zu deinem Beispiel: warum du das S-Type 104 nicht mit 4,5 qm fahren kannst, weiß ich nicht ...Ich (75 kg) kann sowohl mein JP X-Cite Ride 130 (angegeben: 5,5-8,5 qm) als auch das noch größere und viel längere F2 Slalom Comet 315 mit 4,8 qm Segel gut fahren
Wenn ich ein 4.5er fahre, dann bläst es so stark, dass es das Board einfach wegpustet. Das ist auch keine Frage, wie dick oder flach das Brett ist, sondern welche Fläche es hat !
Aber Du hast natürlich Recht: Klar kann ich auch ein 185 Liter Brett mit einem 3.3qm Segelchen fahren - nur eben nicht bei dem Wind, bei dem ich ein 3.3er aufziehen würde ...
Zitat:
das JP allerdings mit einer deutlich kleineren als der Serienfinne ...
Dass die Finne an die Segelgröße angepaßt weren muss, sollte jedem klar sein. Dass man mit entsprechender Finnenwahl auch den Einsatzbereich eines Boards nach oben oder unten etwas ausweiten kann, ist doch auch klar - aber darum geht es hier nicht, denn das kann jeder: ob leicht oder schwer !
Zitat:
Ein Problem mit "Verblasen" hab ich nicht festgestellt ...
Das klappt auch nur bei entsprechendem Wind ;)
Zitat:
Aber vielleicht haben wir da einfach unterschiedliche Erfahrungen, warum auch immer - das solls geben ...
Das denke ich auch :p
Zitat:
@tigger: duschreibst, mit zu großen Segeln konntest du keine Höhe mehr machen, mit zu kleinen fast zuviel. Das kann ich mir nicht erklären ...
Ist aber wohl so. Habe ich auch schon von Profis gehört ...
Zitat:
Was die Auftriebswerte der Boards angeht: die Angaben sind immer Circa-Werte. Beim Bau gibts halt Toleranzen zum Computer-errechneten Auftrieb.
Sorry - aber das ist auch nicht richtig. Du verwechselst Gewicht und Volumen. Das Gewicht eines Boards schwankt auch heute noch bei den von Cobra produzierten Boards (und das ist die grosse Mehrheit) um +/- 5%. Dies liegt an der verwendeten Harzmenge, die man eben nicht so einfach begrenzen kann und am Ende reicht es für die äusseren Lagen dann nicht mehr.
Das Volumen dagegen ist gerade bei Computer gestützt erstellten Formen ganz exakt vorherzuberechnen. Durch den Formenbau unterscheiden sich die Resultate auch in keiner Weise: was dort vorher am Computer designed wurde, kommt auch genau so heraus. Die Angaben der Hersteller orientieren sich eben leider nicht an den bekannten Maßen, sondern eher an Marketing-Aspekten :eek:
Gruß Jogi
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Man kann die Menschen nur von ihren eigenen Meinungen überzeugen. (Charles Tschopp)